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'Ein erster Schritt'

FCB findet als Team 'die richtige Antwort'

Mit Blau und Weiß fing alles an. Und zwar schon am 27. Februar 1900, als der FC Bayern München gegründet wurde und - man glaubt es kaum - Blau-Weiß als erste Vereinsfarbe gewählt wurde. Fast auf den Tag genau 112 Jahre später war es ein Spiel gegen blau-weiße Schalker, das einen Anfang markierte. „Es ist ein erster Schritt in die richtige Richtung“, sagte Christian Nerlinger am Sonntagabend nach dem 2:0 (1:0)-Erfolg gegen den Tabellennachbarn, durch den der inzwischen seit 106 Jahren rot-weiße FC Bayern den zweiten Tabellenplatz zurückeroberte und nach zwei nicht zufriedenstellenden Partien (Basel, Freiburg) „die richtige Antwort“ fand, wie Nerlinger feststellte.

„Wir waren in einer unruhigen Situation“, meinte der FCB-Sportdirektor, der den Auftritt gegen Schalke „kämpferisch und spielerisch total überzeugend“ fand: „Die Spiele gegen Freiburg und Basel haben die richtigen Mechanismen innerhalb der Mannschaft aufgerufen. Sie haben sich zusammengerauft und zusammengefunden.“

Einer für alle, alle für einen - das Motto, das Karl-Heinz Rummenigge für die restliche Saison ausgegeben hatte, wurde von der Mannschaft auf dem Rasen der Allianz Arena eindrucksvoll umgesetzt. „Wir haben Riesen-Fußballer, aber das muss harmonieren. Da muss das eine Rädchen ins andere greifen“, sagte Jupp Heynckes, „da muss man auch bereit sein, die Drecksarbeit zu machen. Das haben heute alle gemacht. Niemand war sich zu schade war, zu grätschen und nach hinten zu arbeiten. Das ist der Weg, den wir gehen müssen.“

Viel Redebedarf

Mit vielen Einzel- und Mannschaftsgesprächen hatte Heynckes sein Team am Tag zuvor auf Sieg getrimmt. „Man hat gesehen, dass wir auch ein bisschen befreiter waren, uns vielleicht was von der Seele geredet haben“, meinte Manuel Neuer, „ich hoffe, das war ein Startschuss für eine Serie.“ Jérôme Boateng sagte: „Wir sind als Team aufgetreten, das war der Schlüssel zum Sieg.“

Mit der bis dato stärksten Rückrundenleistung ließen die Bayern dem FC Schalke kaum eine Chance. Und vorne sorgte ein Franck Ribéry in Galaform (eigener Bericht) für die Tore (36., 55.). „Mit dem Ergebnis sind die Schalker gut bedient“, sagte Uli Hoeneß. 4:1 oder 5:1 hätte die Partie korrekterweise ausgehen müssen, meinte der FCB-Präsident. „Wir haben sehr variabel gespielt und uns wahnsinnig viele Torchancen herausgespielt. Die einzige Problematik war, dass wir aus zehn klaren Torchancen nur zwei Tore gemacht haben.“

'Von A bis Z total zufrieden'

Die Chancenverwertung war aber auch der einzige kleine Makel, den Hoeneß ausmachte. „Von A bis Z total zufrieden“ verließ der Bayern-Präsident die Allianz Arena und hofft nun, „dass die Mannschaft das Selbstvertrauen zurück hat, das teilweise verloren gegangen war. Wenn wir so spielen, dann brauchen wir uns keine Sorgen machen.“

„Das Spiel war richtungweisend für die gesamte Mannschaft“, forderte Heynckes, schon am nächsten Samstag in Leverkusen da weiterzumachen, wo gegen Schalke aufgehört wurde. Das findet auch Nerlinger: „Wir müssen das jetzt über die komplette Laufzeit der Saison so stabilisieren. Genau mit dieser Einstellung müssen wir agieren, dann werden wir unsere Ziele erreichen. Da bin ich mir sicher.“

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