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Zu Gast beim HSV

FCB will 'noch eine Schippe drauflegen'

Sechs Spiele in 23 Tagen. Für den FC Bayern wird es im Februar richtig ernst. In der Champions League steht das Achtelfinal-Hinspiel in Basel auf dem Programm, im DFB-Pokal-Viertelfinale muss der FCB den VfB Stuttgart aus dem Weg räumen. Und in der Bundesliga wird der deutsche Rekordmeister von den Verfolgern gejagt. So auch am kommenden Wochenende. Bayern darf sich im 94. Nord-Süd-Gipfel beim Hamburger SV (Samstag, ab 18.15 Uhr im Liveticker und im Webradio bei FCB.tv) „keinen Fehler erlauben“, wie Flügelflitzer Franck Ribéry betonte.

Dies belegt ein Blick auf die Tabelle: Mit 40 Punkten schmücken die Münchner zwar die Spitze, doch sowohl Borussia Dortmund als auch Schalke 04 liegen punktgleich dahinter. Gladbach lauert mit einem Zähler Rückstand auf Rang vier. Das heißt: Ein Punktverlust in Hamburg und der FCB könnte vom einen auf den anderen Tag nur noch auf dem Champions-League-Qualifikationsrang stehen. Doch daran denkt beim FC Bayern keiner.

Im Gegenteil: Durch den 2:0-Sieg am vergangenen Wochenende gegen den VfL Wolfsburg hat das Team von Trainer Jupp Heynckes neues Selbstbewusstsein getankt. „Wir sind wieder einen Schritt nach vorne gekommen“, erklärte Heynckes am Freitagvormittag, merkte aber an, dass seine Mannschaft „noch riesiges Steigerungspotential“ habe. Vor allem an der „Abstimmung zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen“ und dem „Spielfluss“ müsse das Team einiges verbessern.

„Wenn jeder Spieler noch eine Schippe drauflegt, denke ich, dass wir wieder besser und erfolgreicher spielen werden. Ich bin zuversichtlich, dass wir da in Hamburg anfangen“, sagte der Coach. Grund für Heynckes‘ Optimismus sind die guten Trainingsleistungen seiner Mannen. „Wir haben sehr gut gearbeitet - noch besser als in der Vorwoche“, lobte der 66-Jährige.

Breno nicht im Kader

Nicht am Training der vergangenen Tage teilnehmen konnte Breno, dessen operiertes Knie auf die „extremere Belastung“ der Dienstags-Doppelschicht reagierte. Seither arbeitete der Brasilianer individuell im Kraftraum. In Absprache mit Vereinsarzt Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt wurde nun entschieden, dass Breno die Reise nach Hamburg nicht mitantreten wird. „Wir wollen kein Risiko eingehen“, erklärte Heynckes. Anfang der Woche, vielleicht aber schon am Sonntag, soll Breno ins Mannschaftstraining des FCB zurückkehren.

Durch den Ausfall Brenos fehlt Trainer Heynckes am Samstag nach Daniel van Buyten (Mittelfußbruch), Diego Contento (Zehenbruch) und Rafinha (Gelb-Sperre) ein weiterer Defensivspieler. Heißt: Der FCB muss seine Viererkette erneut umbauen. „Das ist schade, aber ein Problem wird das nicht“, sagte Heynckes, der noch offen ließ, welchem Personal er das Vertrauen schenken wird. Der Trainer stellte aber klar: „Ich hatte von Anfang an klare Vorstellungen.“

Fink sorgt beim HSV für 'Aufbruchsstimmung'

Die dürfte auch HSV-Trainer Thorsten Fink haben. Der langjährige Bayer (von 1997 bis 2006 im Verein) übernahm Mitte Oktober das Amt bei den Hanseaten und führte das damalige Tabellenschlusslicht mittlerweile bis auf Platz elf der Bundesliga. „Wir haben nichts zu verlieren. Bayern ist Favorit, aber wir werden auch unsere Chance haben“, erklärte Fink, dessen Team in dieser Saison bislang alle fünf Spiele gegen die aktuelle Top Fünf der Tabelle verlor.

So auch die Partie am ersten Rückrundenspieltag in der Imtech Arena gegen den BVB (1:5). Diese sei allerdings kein Maßstab, betonte Bayern-Coach Heynckes. Gegen den FCB spiele jedes Team deutlich „engagierter, konzentrierter und vor allem defensiver“. Heynckes: „Wir treffen auf einen hochmotivierten Gegner. Thorsten Fink hat beim HSV für eine Aufbruchsstimmung gesorgt.“

Gute Erinnerungen an das Hinspiel

Mit Ausnahme des Dortmund-Spiels verlor der HSV keine der vergangenen elf Partien. „Volles Stadion, tolle Atmosphäre. Hamburg wird nicht so leicht die Punkte abgeben“, weiß der ehemalige HSV-Spieler Ivica Olic. Und auch Ribéry warnte im Laufe dieser Woche, dass es mit Sicherheit nicht so leicht und locker laufe wie im Hinspiel, als der FCB mit 5:0 triumphierte. „Jetzt sind sie viel besser, es wird schwer“, sagte der Franzose, stellte aber klar: „Drei Punkte müssen her - egal wie.“

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