präsentiert von
Menü
'Augen zu und durch'

Handschuhe, Salbe & Heizsohlen gegen die Kälte

Der Spielplan meint es gut mit den frierenden Bayern. Zumindest im Ansatz. Denn das Auswärtsspiel in Hamburg bietet eine maritime Abmilderung der sibirischen Kälte, die aktuell Deutschland und große Teile Europas in einem eisigen Griff hat. Zwischen minus sieben und minus zehn Grad sind für Samstagabend in der Hansestadt vorhergesagt. Zum Vergleich: In München wurden beim Abschlusstraining am Freitagmittag minus 10 Grad gemessen.

Mit Mützen, Handschuhen, Gesichtsschutz, mehreren Kleidungsschichten und Wärmesalbe (auch an den Füßen) versuchen sich die Spieler im Training gegen die eisigen Temperaturen, die derzeit aus den Norden Russland zu uns strömen, zu schützen. „Die Kälte ist brutal“, berichtete Franck Ribéry, der gleich zwei Paar Handschuhe trägt. Der Russland-erfahrene Ivica Olic erzählte: „Es dauert ziemlich lange, bis man warm ist. Dann geht’s.“

Keine Gesundheitsgefahr

Sicherlich sorgen die sibirischen Temperaturen für „erschwerte Bedingungen“, meinte Jupp Heynckes vor dem frostigsten Ligaspieltag seit langem. Doch der Kälte müsse man trotzen nach dem Motto: „Augen zu und durch! Wir sind ja Männer.“ Nach Gesprächen mit Ärzten weiß der FCB-Chefcoach, dass keine Gesundheitsgefahr für die Spieler besteht: „Bei 14, 15 Grad minus kann man Fußball spielen, auch wenn es nicht optimal ist.“

Heynckes erinnerte an die letzte Saison, wo er als Chefcoach von Leverkusen sogar noch drastischere Minustemperaturen erlebt hat. Vor ziemlich genau einem Jahr (Februar 2011) war er mit der Werkself zu einem Europa-League-Spiel bei Metalist Charkow in die Ukraine gereist. „Es waren gefühlte minus 30 Grad. In Wirklichkeit waren es 18 Grad minus“, erzählte der heutige FCB-Trainer. Und ein paar Monate zuvor, beim Auswärtsspiel bei Rosenborg Trondheim (Norwegen) im Dezember 2010, „da waren es 20 Grad minus. Beide Spiele haben wir gewonnen.“

Heynckes' Gegenmittel

Auch vor den Temperaturen am Samstagabend in Hamburg, wo alle übrigen Fußballspiele am Wochenende abgesagt wurden, ist dem 66-Jährigen nicht bange. Mehr frieren als die Spieler werden wohl alle anderen, die zum Spiel ins Stadion kommen, meinte er. „Das ist bei diesen Temperaturen nicht das reinste Vergnügen.“

Heynckes selbst hat in Hamburg ein unschlagbares Gegenmittel gegen die Eiseskälte im Gepäck: beheizbare Sohlen. Das habe damals in Leverkusen „bestens funktioniert“. Und erwärmen soll ja auch das Spiel seiner Mannschaft. Olic forderte: „Wenn das Spiel beginnt, müssen wir von der ersten Minute an heiß sein.“

Weitere Inhalte