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'Alle gemeinsam'

Heynckes beschwört den Teamgeist

Deutlich, aber bestimmt hatte sich Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge nach dem verlorenen Achtelfinalhinspiel in der Champions League beim FC Basel an die Mannschaft gewandt. „Ihr müsst wach werden“ hat Rummenigge bei seiner mitternächtlichen Bankettrede gesagt und schon am Sonntag im Heimspiel gegen den FC Schalke 04 eine Reaktion eingefordert. Dabei appellierte Rummenigge an den Teamgedanken: „Gemeinsam ist die Parole - einer für alle, alle für einen.“

Genau in dieses Horn stieß am Freitag auch Jupp Heynckes. „Das 0:1 in Basel war ein Spiel, wo der Letzte aufgerüttelt ist, dass wir jetzt nur noch in eine Richtung gehen können - alle gemeinsam“, sagte der Trainer des Rekordmeisters am Freitag an der Säbener Straße. „Wir müssen schnellstmöglich wieder zu einer Einheit finden. Teamwork muss über Allem stehen, persönliche Interessen des einzelnen Spielers müssen zurückgestellt werden“, stellte Heynckes klar.

Heynckes sprach von einer „prekären Situation“, in der sich der FCB derzeit befinde. „Wir spielen nicht mehr so homogen und selbstverständlich Fußball, wie wir es vor der Winterpause getan haben.“ Dennoch ist der 66 Jahre alte Fußballlehrer, der sich momentan „viele Gedanken“ macht, fest davon überzeugt, „die Wende herbeizuführen.“ Doch dazu müsse „jeder versuchen, im Team so zu arbeiten, dass wir wieder Erfolg haben.“

Es sei selbstverständlich, dass die zuletzt wenig zufrieden stellenden Leistungen Kritik hervorrufen, erklärte Heynckes. „Aber wir dürfen uns alle nicht davon anstecken lassen“, mahnte der erfahrene Trainer zur Ruhe. Vielmehr müsse man wieder „dazu finden, was uns stark gemacht hat. Wir müssen Ruhe und Sicherheit in unserem Spiel haben, dann können wir auch wieder selbstverständlich Fußball spielen.“

Gesunde Streitkultur

Als wichtige Komponente für ein verbessertes Betriebsklima bezeichnete Heynckes eine verstärkte Kommunikation, vor allem auf dem Spielfeld. „Das ist ganz wichtig, dass wir mehr auf dem Platz kommunizieren. Das meine ich mit Teamwork, wir müssen viel mehr miteinander reden, unterstützen“, so Heynckes. „Ich habe immer gesagt, im Hochleistungsfußball geht es nur über das gesamte Team. Und da muss ein Rädchen ins andere greifen.“

Dass es - wie nach dem Gegentor in Basel - dann auch schon mal zu einer lautstarken Auseinandersetzung kommt, bewertete Heynckes als „positives Zeichen. Man kann nicht über eine Niederlage einfach so drüber weggehen. Ich denke, dass eine gesunde Streitkultur ganz wichtig ist für eine Mannschaft. Das ist ein Zeichen, dass die Mannschaft lebt“, erklärte er. Gegen Schalke soll seine Elf dieses Lebenszeichen bestätigen und „über den Teamgeist und die Teamarbeit wieder zum Erfolg kommen.“

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