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DFB-Auswahl verliert

Ribéry gewinnt Duell mit FCB-Kollegen

100 Tage vor Beginn der EURO 2012 in Polen und der Ukraine hat Mitfavorit Deutschland eine unerwartete Heimniederlage einstecken müssen. Ohne ein halbes Dutzend Stammkräfte, darunter FCB-Kapitän Philipp Lahm und dessen Stellvertreter Bastian Schweinsteiger unterlag die deutsche Nationalmannschaft am Mittwoch Frankreich mit 1:2 (0:1).

Vor 37.800 Zuschauern im Bremer Weserstadion erzielten Olivier Giroud (21.) und Florent Malouda (69.) die Tore für die jetzt 18 Mal ungeschlagenen Gäste. Dem eingewechselten Cacau gelang in der Nachspielzeit noch der Anschlusstreffer für die DFB-Auswahl, die seit nunmehr 25 Jahren auf einen Sieg im Prestigeduell gegen die Bleus wartet.

Drei Bayern in der DFB-Startelf

Von den sechs nominierten FCB-Profis standen in Holger Badstuber, Jérôme Boateng und Toni Kroos drei in der deutschen Startformation, Thomas Müller und Mario Gomez blieben zunächst auf der Bank. Müller ersetzte kurz vor der Habzeitpause den verletzten Andre Schürrle, Gomez kam zu Beginn der zweiten Halbzeit für den ehemaligen Münchner Miroslav Klose, von dem er auch die Kapitänsbinde übernahm. Manuel Neuer hingegen verlebte einen ruhigen Abend, da Lokalmatador Tim Wiese im heimischen Stadion den Vorzug vor dem für die EM als Nummer eins gesetzten Bayern-Schlussmann erhielt.

Auf der Gegenseite stand Franck Ribéry erwartungsgemäß in der Anfangsformation der Equipe tricolore, die nach 21 Minuten als erste jubeln durfte. Da schloss Giroud eine feine Kombination zur 1:0-Führung ab. Bis dahin und auch danach hatte die DFB-Auswahl mehr vom Spiel und auch die größere Anzahl an Chancen, doch weder Khedira (30.), Klose (32./33./41.), Badstuber (34.) noch Özil (45.) konnten Frankreichs Torhüter Hugo Lloris überwinden. Auf der Gegenseite war Wiese (13./15.) zwei Mal gefordert.

Ribéry gewinnt Bayern-Duell

Nach dem Seitenwechsel, die leicht angeschlagenen Badstuber und Ribéry blieben jeweils in der Kabine, drängte die deutsche Mannschaft auf den Ausgleich, blieb aber weiterhin ohne Abschlussglück. Die technisch beschlagenen Franzosen zeigten sich dagegen in der Offensive zielstrebiger und letztlich effizienter. Zunächst vergaben Giroud (58.) und Valbuena (63.) den zweiten Treffer, der dann dem eingewechselten Malouda (69.) gelang. Der Anschlusstreffer durch Cacau (90.+1) kam zu spät für die DFB-Auswahl.

„Man darf das Spiel nicht überbewerten, aber wir müssen uns schon fragen, warum wir so leichtfertig gespielt haben. Wir haben nach hinten zu wenig gemacht. Das war ein bisschen undiszipliniert“, ärgerte sich Thomas Müller nach der ersten deutsche Länderspiel-Niederlage seit dem 1:2 gegen Australien im März 2011. Die Franzosen dagegen bleiben seit 25 Jahren ohne Niederlage gegen die DFB-Elf, was Franck Ribéry als Sieger des Bayern-Duells besonders freuen dürfte.

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