präsentiert von
Menü
Regeneration statt Training

Bayern schnaufen noch einmal durch

Das Wetter am Montag war schon einmal ein Vorgeschmack auf Südfrankreich. Die Spieler genossen Sonnenschein, blauen Himmel und Temperaturen bis zu 16 Grad - aber nicht auf dem Trainingsplatz, sondern zuhause. Denn Jupp Heynckes hatte seiner Mannschaft frei gegeben.

„Die Regeneration der Spieler ist ganz wichtig“, erklärte der FCB-Chefcoach im FCB.tv-Interview. Für seine Mannschaft ist mittlerweile die dritte englische Woche in Folge angebrochen, insgesamt stehen im März/April mindestens fünf und - abhängig von den Ergebnissen in der Champions League - bis zu sieben Doppelspieltags-Wochen am Stück auf dem Programm. Zwei Tage nach dem Bundesligasieg gegen Hannover (2:1) und zwei Tage vor dem Hinspiel im CL-Viertelfinale in Marseille gab Heynckes seinen Bayern daher Zeit durchzuschnaufen.

Nur der rekonvaleszente Bastian Schweinsteiger ließ sich am Montag auf dem Trainingsplatz blicken. Der FCB-Vizekapitän setzte sein Aufbautraining fort. Ansonsten herrschte Ruhe an der Säbener Straße. „Der ganze Staff ist jetzt gefragt, die medizinische Abteilung, die Physiotherapeuten. Es ist aber in erster Linie Sache der Spieler, wie man sich regeneriert und sich wieder auf das nächste Spiel fokussiert“, sagte Heynckes.

Der 66-Jährige gönnt in diesen Wochen auch Ersatzspielern mehr Einsatzzeiten. „Eigentlich bin ich nicht gezwungen zu wechseln, aber ich muss jetzt schon versuchen, Spieler einzubauen. Wenn es später unbedingt notwendig ist - wegen Verletzungen, Sperren, Krankheit oder Substanzverlust -, ist es zu spät“, erklärte der Bayern-Trainer. Gegen Hannover standen daher zum Beispiel Ivica Olic und Danijel Pranjic in der Startelf.

Heynckes warnt vor Marseille

Drei englische Wochen hat derzeit Olympique Marseille in den Knochen. Trainer Didier Deschamps klagte zuletzt über die Müdigkeit seiner Spieler. Auch deswegen veranlasste der französische Vizemeister die Verlegung seines Ligaspiels am kommenden Wochenende gegen den Tabellenführer Montpellier. Olympique kann also zwischen den beiden Viertelfinal-Partien gegen den FC Bayern die Beine hochlegen.

Die Maßnahme bewertete Heynckes als Beleg für Marseilles „Ambitionen“ in der Champions League. Trotz der aktuellen Negativserie der Franzosen in der heimischen Liga sowie des Pokal-K.o.'s gegen einen Drittligisten warnte Heynckes vor dem Gegner: „Marseille hat in der Gruppenphase zweimal Borussia Dortmund geschlagen und Inter Mailand aus dem Wettbewerb gekegelt. Wir nehmen den Gegner sehr ernst.“ Entsprechend wichtig sind frische Beine.

Weitere Inhalte