präsentiert von
Menü
In Leverkusen

Bayern wollen nachlegen - mit Ribéry?

Den „ersten Schritt“ (Nerlinger) haben sie gemacht, jetzt wollen und müssen die Bayern nachlegen. Vor dem Auswärtsspiel bei Bayer 04 Leverkusen am Samstag (15.30 Uhr / live im Ticker und im FCB.tv-Webradio) muss Jupp Heynckes aber um den Mann bangen, der letztes Wochenende beim 2:0 gegen Schalke beide Tore erzielt hat: Franck Ribéry, der im Länderspiel gegen Deutschland eine Oberschenkelprellung erlitten hat, ist weiterhin fraglich.

„Ich weiß nicht, ob ich spielen kann. Aber ich werde es probieren. Es tut noch weh“, berichtete der Franzose am Freitagmittag, knapp 26 Stunden vor dem Anstoß, im FCB-Mannschaftsquartier in Köln. „Gestern hatte ich sechs Stunden Behandlung. Heute war ich schwimmen und auf dem Fahrrad. Ich hoffe, dass es morgen geht.“ Ob er am Samstag in der BayArena auflaufen kann, entscheidet sich wohl erst kurz vor dem Anpfiff.

Abschlusstraining beim 1. FC Köln

Guten Nachrichten gibt es von den übrigen angeschlagenen Länderspielrückkehrern. Holger Badstuber (Rücken) und Thomas Müller (Oberschenkel) ging es am Freitag besser, so dass sie ein Lauftraining absolvieren konnten. Für beide besteht Hoffnung, dass sie am Samstag auflaufen können. Jérôme Boateng (Rücken / muskuläre Probleme) und Philipp Lahm, der wegen einer Schleimbeutelentzündung im rechten Knie auf das Länderspiel verzichtet hatte, nahmen am Abschlusstraining auf dem Haupttrainingsplatz des 1. FC Köln teil und stehen Heynckes für das Duell beim Tabellenfünften zur Verfügung.

Unabhängig von der Personalsituation ist die Mission des FC Bayern in Leverkusen klar. „In unserer Situation geht es darum, drei Punkte zu holen“, sagte Toni Kroos, „wir sind nicht vorne, das heißt, wir müssen gewinnen.“ Mit einem Sieg in der BayArena würde der FCB zumindest für einige Stunden bis auf einen Punkt an Tabellenführer Borussia Dortmund heranrücken. Der BVB tritt am Samstagabend (18.30 Uhr) gegen Mainz an.

„So wie wir am Sonntag und über viele Wochen in der Hinrunde gespielt haben, das ist das, was Bayern München verkörpert. Das müssen wir zeigen, so müssen wir Fußball spielen“, verlangte Heynckes. Besonders in fremden Stadien hat dies zuletzt aber nicht so geklappt. Nur zwei Punkte holte der FCB aus den drei Bundesliga-Auswärtsspielen nach der Winterpause. Höchste Zeit also für einen Auswärtssieg.

Rückkehr an alte Wirkungsstätte

Die BayArena ist dafür vielleicht der beste Rahmen. Denn in den letzten zwei Spielzeiten (2009-11) war Heynckes hier zuhause, sein Co-Trainer Peter Hermann kann sogar auf 35 Leverkusener Jahre zurückblicken. Jetzt kehren beide mit dem FC Bayern erstmals an die alte Wirkungsstätte zurück. „Ich habe in Leverkusen eine absolut super Zeit gehabt“, sagte Heynckes, „ich freue mich auf das Wiedersehen mit meinen ehemaligen Spielern und hoffe, dass das nach dem Spiel ebenso sein wird.“

Um am Samstag drei Punkte einzufahren, gelte es, wie am vergangenen Wochenende homogen und ausbalanciert aufzutreten, die Torchancen aber noch besser zu nutzen, betonte Heynckes. „Wir müssen kaltschnäuziger und effektiver sein.“ Da trifft es sich gut, dass Arjen Robben mit zwei sehenswerten Treffern im Gepäck vom Länderspiel zurückgekehrt ist. „Das hebt sein Selbstbewusstsein, seine Sicherheit im Spiel“, meinte Heynckes, „es war für mich eine Frage der Zeit, wann er explodiert.“

Leverkusen im Aufwärtstrend

Einen Aufwärtstrend verzeichnete in den letzten Wochen auch der Gegner. Der Tabellenfünfte geht nach zuletzt zwei Siegen in Folge mit breiter Brust in das Duell mit dem FC Bayern. „Ich sehe bei uns im Moment sehr viele gute Dinge“, sagte Trainer Robin Dutt, „die Mannschaft ist zu einer Einheit zusammengewachsen, sie ist gefestigt und hat sich spielerisch klar verbessert. Jetzt greifen viele Dinge, an denen wir lange gearbeitet haben.“

Aber auch Leverkusen hat nach den Länderspielen Personalsorgen. André Schürrle erlitt gegen Frankreich einen Nasenbeinbruch, soll am Samstag aber mit einer Gesichtsmaske spielen. Rechtsverteidiger Vedran Corluka hingegen muss wegen eines Muskelfaserrisses passen. Stürmer Eren Derdiyok laboriert an einer Sprunggelenksverletzung.

Weitere Inhalte