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FCB zurück in München

'Es warten wahnsinnige Aufgaben'

Anzug, Hemd und Krawatte saßen - trotz der Müdigkeit, die den Spielern des FC Bayern am Morgen nach dem kräftezehrenden Sieg in der Champions League bei Olympique Marseille anzusehen war. Um 11.30 Uhr machte sich der deutsche Rekordmeister auf dem Rückweg nach München, wo die Lufthansa-Sondermaschine knapp eineinhalb Stunden später landete. Größere Blessuren gibt es zum Glück keine, nun müssen die Akkus schnellstmöglich wieder aufgeladen werden. Denn schon am Samstag steht das wichtige Bundesliga-Spiel beim 1. FC Nürnberg auf dem Programm.

Kurz vor dem Abflug aus Marseille stand Trainer Jupp Heynckes den mitreisenden Medienvertretern noch einmal Rede und Antwort. fcbayern.de fasst die wichtigsten Aussagen des 66-Jährigen zusammen.

Jupp Heynckes über…

…die Nacht und den Tag nach dem Sieg in Marseille:
„Ich habe kurz, aber gut geschlafen - und nicht von Fußball geträumt. Heute früh haben wir uns zusammengesetzt und das Spiel analysiert. Das müssen wir jetzt erst einmal sacken lassen. Und dann werde ich am Nachmittag das letzte Bundesligaspiel von Nürnberg in Stuttgart analysieren. Irgendwann entscheide ich dann, ob ich am Samstag die Mannschaft auf der einen oder anderen Position verändere oder nicht.“

…den möglichen Halbfinal-Gegner Real Madrid:
„Wir haben intern nicht über Real gesprochen - allein schon, weil wir Marseille den nötigen Respekt entgegenbringen. Und wir wissen, dass wir noch einmal 90 Minuten gegen sie spielen müssen. Danach können wir dann über einen möglichen, kommenden Gegner sprechen. Mit dem FC Barcelona, Real Madrid oder dem AC Mailand sind noch Teams im Wettbewerb, die vielleicht etwas weiter sind als wir. Deswegen sollte man nicht so vermessen sein, an etwas zu denken, was in ganz weiter Ferne liegt. Ich lasse alles auf mich zukommen.“

…die vielen Gelben Karten, die der FCB in Marseille kassierte:
„Das hat mich gestört. Denn wir wussten vorher, dass der Gegner sehr robust und aggressiv spielen wird. Allerdings hat der spanische Schiedsrichter auch sehr kleinlich gepfiffen: Philipp Lahm als Kapitän beispielsweise hat das Recht, den Dialog mit dem Schiedsrichter aufzunehmen. Da sofort eine Gelbe Karte zu zücken, halte ich für übertrieben.“

…die derzeitige Verfassung von Manuel Neuer:
„Er hat uns schon in Gladbach den Sieg gerettet und strahlt derzeit eine absolute Souveränität aus. Das ist der Neuer, den wir uns alle gewünscht haben. Es ist ein normaler Prozess: Beim FC Bayern Torhüter oder Spieler zu sein, ist am Anfang nicht so einfach. Das merken alle Spieler, die von anderen Vereinen hierherkommen.“

…über mögliche Titel in dieser Saison:
„Wir sollten uns nicht unter Druck setzen. Natürlich haben wir bis Saisonende noch sieben Bundesliga-Spiele, das Pokalfinale, die Partie gegen Marseille sowie möglicherweise zwei CL-Halbfinals. Es warten wahnsinnige Aufgaben. Aber wir dürfen nicht zu weit denken, das bringt überhaupt nichts. Alles andere ist im Hinterkopf und wird nur dann herausgeholt, wenn es notwendig ist.“

Für fcbayern.de in Marseille: Nikolai Kube

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