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Zu Gast in Berlin

FCB will ersten Auswärtssieg 2012

Zuhause ist der FC Bayern eine Macht, nun will der Rekordmeister auch in der Fremde endlich wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. Nach zuletzt vier sieglosen Auswärtsspielen hintereinander soll im Gastspiel bei Hertha BSC am Samstagabend (ab 18.15 Uhr im FCB-Liveticker und im Webradio bei FCB.tv) der Knoten platzen und der erste Auswärtsdreier nach der Winterpause eingefahren werden.

„Zuhause treten wir so auf, wie wir es uns wünschen. Jetzt müssen wir das auswärts auch schaffen“, forderte Torjäger Mario Gomez, der in den letzten beiden Spielen allein sieben Treffer erzielte, vor dem Duell gegen die Hertha. „Ich hoffe, dass wir begriffen haben, dass wir auswärts genauso auftreten müssen wie zuhause. Ich habe ein gutes Gefühl für Berlin“, zeigte sich Holger Badstuber zuversichtlich.

„Die Rückrunde war ein ewiges Auf und Ab, vor allem in den Auswärtsspielen. Daran müssen wir arbeiten“, sagte Sportdirektor Christian Nerlinger. In den beiden Schützenfesten gegen Hoffenheim (7:1) und Basel (7:0) habe die Mannschaft gezeigt, „welches Potenzial sie hat. Ich glaube, dass wir jetzt absolut auf dem richtigen Weg sind“, so Nerlinger weiter.

Allerdings wird die Partie in der Hauptstadt trotz der jüngsten Erfolgserlebnisse (Gomez: „Das Selbstvertrauen ist wieder da und das müssen wir mitnehmen in die nächsten Spiele“) alles andere als ein Selbstläufer. Nach dem Trainerwechsel in der Winterpause von Michael Skibbe zu Otto Rehhagel hat die Alte Dame nur eines der letzten acht Spiele gewonnen und ist auf den 16. Tabellenplatz abgerutscht.

Es reicht ein 1:0

„Die Berliner brauchen im Abstiegskampf jeden Punkt und werden im ausverkauften Olympiastadion dementsprechend auftreten. Von daher erwarte ich einen Gegner, der uns im kämpferischen Bereich alles abverlangen wird“, weiß Gomez. „Dass die Hertha nicht besonders offensiv antreten wird, kann man erraten. Wichtig ist, dass wir den Schwung mitnehmen und in Berlin drei Punkte holen. Mir reicht auch ein 1:0-Sieg“, meinte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge.

Angesichts von fünf Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Borussia Dortmund habe man in der Bundesliga „nur noch K.o.-Spiele“, wie Gomez feststellte. „Wir müssen alle Spiele gewinnen, wenn wir noch Meister werden wollen. Das ist schwer genug.“ Auch Rummenigge forderte die Mannschaft auf, sich nach den letzten Erfolgserlebnissen „nicht zurückzulehnen. Wenn wir noch eine Chance haben wollen, deutscher Meister zu werden, müssen wir in Berlin gewinnen.“

Ohne Schweinsteiger und Olic

Beim Abschlusstraining am Freitag mussten Gomez & Co. auf ihren Chef-Trainer Jupp Heynckes wegen einer fiebrigen Grippe verzichten. Die Übungseinheit leiteten seine beiden Assistenten Peter Hermann und Hermann Gerland. Der 66-Jährige soll aber am Samstag in die Hauptstadt nachreisen und in seinem 600. Bundesligaspiel als Trainer auf der Bank sitzen. Heynckes muss dann auf Bastian Schweinsteiger (Reizung im Fuß) verzichten - eine reine Vorsichtsmaßnahme. Am Sonntag soll der Nationalspieler wieder ins Lauftraining einsteigen. Auch Ivica Olic (Rückenprobleme) wird in Berlin fehlen.

Sein Pendant auf Berliner Seite erwartet, dass seine Spieler dem Rekordmeister „ohne Angst, mit Mut und Begeisterung“ entgegen treten. „Wenn wir uns wie Kaninchen vor der Schlange bewegen, haben wir keine Chance“, erklärte der 73 Jahre alte Rehhagel. „Wenn man schon verliert, muss man als Held vom Platz gehen und darf sich nicht wie andere Mannschaften total abschlachten lassen. Das wollen wir auf keinen Fall“, betonte der ehemalige Bayern-Trainer.

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