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Basel vor dem Spiel

Relaxed und selbstbewusst ins 'Jahrhundertspiel'

Das Hinspiel gewonnen, in der Champions League auswärts noch ungeschlagen, in der Liga seit fast sieben Monaten unbesiegt - der FC Basel hat allen Grund mit breiter Brust in das entscheidende Champions-League-Achtelfinal-Duell mit dem FC Bayern zu gehen. Entsprechend relaxed präsentierte sich der Schweizer Meister einen Tag vor dem Spiel auf der Abschlusspressekonferenz in der Allianz Arena. Es wurde geflachst und gelacht, doch vor allem eines war klar zu erkennen: Der FC Basel ist hochkonzentriert und gewillt, Großes zu schaffen.

„Mut ist ein tolles Wort für dieses Spiel“, sagte Heiko Vogel. Der ehemalige Jugendtrainer des FC Bayern, der seit Oktober letzten Jahres Chefcoach in Basel ist, bezeichnete Mut als „entscheidenden Faktor - auf beiden Seiten“. Durch den 1:0-Hinspielsieg habe seine Mannschaft „eine gute Ausgangsposition. Aber wir wissen, dass das kein Selbstläufer wird. Wir sind uns bewusst, dass Bayern morgen mit noch mehr Vehemenz kommen wird als im Hinspiel. Wir gehen mit sehr viel Respekt und Demut ins Spiel.“

Erst einmal müsse man „die erste Druckwelle“ überstehen, meinte der 36-Jährige, dessen Familie nach wie vor am Tegernsee wohnt. „Ich werde meiner Mannschaft aber nicht sagen: Stellt euch hinten rein und mauert!“ Denn: „Wir dürfen uns auch nicht verstecken. Wir haben in unseren Reihen genug lucky puncher, die ein Tor erzielen können.“

„Wenn wir weiterkommen wollen, müssen wir auswärts ein Tor erzielen“, sagte Basels Stürmer Alexander Frei, der sein Team im Duell mit dem deutschen Rekordmeister als „absoluten Außenseiter“ sieht. „Wir sind ein Verein, der nicht unter Realitätsverlust leidet“, meinte der ehemalige Bundesliga-Stürmer (Borussia Dortmund). Zum Weiterkommen sei „ganz, ganz viel Schwein und ein nächstes Wunder“ nötig.

Ein Wunder wie im Hinspiel. Oder wie in den beiden Gruppenspielen gegen Manchester United (3:3, 2:1). „Das Spiel ist für uns ein Jahrhundertspiel“, betonte Basels Kapitän Marco Streller, „wir können nur gewinnen.“ Trainer Vogel, dessen Team die Schweizer Liga mit zwölf Punkten Vorsprung (bei einem Spiel weniger!) anführt, geht mit einer „positiven Gelassenheit“ in die Partie: „Für Bayern steht mehr auf dem Spiel.“

„Frech sein“, „Präzision“ und der „Glaube, Berge versetzen zu können“ - diese drei Punkte gab Frei als Marschroute für das Spiel in der Allianz Arena aus. Und wenn es trotzdem nicht zum Weiterkommen reicht und der FC Basel in München aus dem Wettbewerb fliegt? Basels Trainer antwortete entspannt: „Ich als Vogel flieg' generell.“

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