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Tore, Tore, Tore

'Vielversprechender' Auftritt in Berlin

„Druckvoll, voller Power und mit hoher Geschwindigkeit“ - so beschrieb Thomas Müller nach der dritten Gala der Münchner innerhalb von sieben Tagen das aktuelle Spielverständnis des FC Bayern. 6:0 (3:0) hieß es am Ende im Samstagabend-Spiel bei Hertha BSC. Nach dem 7:1 gegen die TSG 1899 Hoffenheim und dem 7:0 gegen den FC Basel in der Champions League das nächste Torfestival! „Wir sind super gestartet und haben drei Tore gemacht. Dadurch haben wir Sicherheit bekommen“, war sich Innenverteidiger Jérôme Boateng über die Wichtigkeit des erneuten Turbostarts in der Hauptstadt bewusst.

Wie bereits gegen Hoffenheim (5. Minute) und Basel (10.) stellte der deutsche Rekordmeister früh die Weichen auf Sieg (9.). Mit zwei weiteren Treffern durch Arjen Robben (12./19., Foulelfmeter) war das Duell vor 74.240 Zuschauern im ausverkauften Berliner Olympiastadion bereits nach rund 20 Minuten entschieden. „Das war von der ersten Sekunde an eine sehr beeindruckende Leistung, bei schwierigen Platzverhältnissen hat die Mannschaft hervorragenden Fußball gespielt“, sagte Sportdirektor Christian Nerlinger freudestrahlend nach dem Schlusspfiff.

Auch für den ehemaligen Bayern-Spieler Andreas Ottl waren die drei schnellen Gegentreffer der Knackpunkt. „Das hat uns natürlich das Genick gebrochen. Wenn man nach 15, 20 Minuten 3:0 hinten ist, dann ist es schwer, gegen so eine übermächtige Mannschaft zu spielen. Das war heute ein Zweiklassenunterschied.“ Mario Gomez mit seinem 22. Saisontreffer (50., Foulelfmeter), Toni Kroos (51.) sowie erneut Robben (67., Foulelfmeter) machten den höchsten Auswärtssieg der Saison nach dem Wechsel perfekt.

Es sah leicht und locker aus, wie der FCB in der Hauptstadt auftrumpfte. Doch Philipp Lahm stellte klar, dass „harte Arbeit“ hinter diesem Erfolg steckte. „Wenn man zur Halbzeit 3:0 führt und dann gleich zwei Tore nachlegt, war es am Ende ein leichtes Spiel. Aber man muss erst mal die Tore machen - das war in der Vergangenheit nicht immer so“, erklärte der Kapitän. In den vergangenen drei Partien habe man allerdings gesehen, dass die Mannschaft „offensiv so viel Qualität hat, fast jeden Gegner auseinanderzunehmen“.

Vor allem die Tatsache, dass Jupp Heynckes, der in Berlin trotz Grippe sein 600. Bundesligaspiel als Trainer auf der Bank verbrachte, nun drei Mal in Folge die gleiche Elf auf den Platz schicken konnte, wirkte sich positiv aus. Der FCB gab in Berlin ein eingespieltes und harmonisches Bild ab. „Das gibt natürlich Selbstvertrauen und Sicherheit. Dann hat man auch mal Glück und der Ball hüpft rein und nicht raus", erklärte Müller.

Dazu kommt der große Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft. Sinnbildlich dafür war die 50. Minute, als der etatmäßige Strafstoßschütze Robben Teamkollege Gomez den Vortritt ließ. Nerlinger: „Wie sich die Mannschaft als Einheit präsentiert, ist vorbildlich. Wie sie gemeinsam jubelt, wie sie homogen auftritt, das ist sehr vielversprechend für die Zukunft.“

Chance zur Revanche gegen Gladbach

In der Tabelle bleibt der Rekordmeister mit fünf Zählern Rückstand weiter Verfolger Nummer eins von Spitzenreiter Borussia Dortmund (1:0 gegen Bremen). Mit dem ersten Bundesliga-Auswärtssieg nach der Winterpause (bisher drei Niederlagen, ein Remis) ist jedenfalls rechtzeitig vor den entscheidenden Spielen im DFB-Pokal, der Liga sowie der Champions League der Knoten nun auch in der Fremde geplatzt.

Bereits am Mittwoch bietet sich den Münchnern die Chance, eine offene Rechnung zu begleichen. Schließlich wartet im DFB-Pokal-Halbfinale der Tabellendritte Borussia Mönchengladbach. Die Fohlen haben in dieser Saison beide Liga-Spiele gegen den deutschen Rekordmeister gewonnen (1:0, 3:1). ((

„Das wird sicherlich nicht einfach, aber wir sind in einer guten Form. Wir wollen ins Finale. Wir wissen wie es ist, hier in Berlin zu spielen", sagte Lahm und Dreifach-Torschütze Robben ergänzte mit einem Lächeln: „Das wird sicherlich kein 6:0. Unsere Mentalität ist gut, aber wir bekommen nichts umsonst. Wir müssen arbeiten, kämpfen und laufen, was wir derzeit gut machen. Daran müssen wir anknüpfen. Es kann noch richtig schön werden bis zu Ende.“

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