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Die Stimmen zum Sieg in Marseille

'Wir haben die Tür sehr weit aufgestoßen'

Es war ein hartes Stück Arbeit, aber kaltschnäuzig und dank einer geschlossenen Mannschaftleistung hat der FC Bayern das Viertelfinal-Hinspiel der Champions League bei Olympique Marseille mit 2:0 (1:0) gewonnen. „Wenn man die Tür zum Halbfinale sehr weit aufgestoßen hat, dann kann man der Mannschaft nur ein großes Kompliment machen“, sagte Karl-Heinz Rummenigge, „die Mannschaft hat das sehr gut gemacht.“

Jupp Heynckes sprach von einer „sehr souveränen Partie“, Torschütze Mario Gomez meinte: „Wir haben hochverdient gewonnen.“ Doch den Bayern war nach dem Schlusspfiff auch bewusst, dass sie im Rückspiel am kommenden Dienstag noch einmal „hundert Prozent“ (Bastian Schweinsteiger) geben müssen. Philipp Lahm sagte: „Noch sind wir nicht durch.“

Die Stimmen im Überblick:

Karl-Heinz Rummenigge: „Ich denke, wir können sehr zufrieden sein. Wenn man das Hinspiel im Viertelfinale der Champions League auswärts 2:0 gewinnt und damit die Tür zum Halbfinale sehr weit aufgestoßen hat, dann kann man der Mannschaft nur ein großes Kompliment machen. Wir haben von Anfang an versucht, das Tor zu machen, um für das Rückspiel gewappnet zu sein. Jetzt haben wir zwei gemacht und keins zugelassen, das hat die Mannschaft sehr gut gemacht.“

Jupp Heynckes: „Wir haben heute eine sehr souveräne Partie gezeigt, was hier in Marseille nicht so einfach ist. Das haben andere Mannschaften schon zu spüren bekommen. Es war wichtig, dass wir zu null gespielt haben, dass sich Marseille nicht in eine Euphorie hineinspielte. Wir haben das bis auf wenige Ausnahmen gut gemacht. Das Einzige, was ich heute bemängeln muss, ist, dass wir fünf Gelbe Karten bekommen haben. Das ist viel zu viel.“

Franck Ribéry: „Das war heute sehr wichtig. Wir haben sehr gut gespielt - aber es ist noch nicht fertig. Wir haben noch ein Rückspiel zuhause. Aber natürlich sind wir jetzt in einer guten Position. Zurzeit sind wir sehr kompakt, sehr diszipliniert, aggressiv, arbeiten viel zusammen. Es läuft sehr gut. So müssen wir weitermachen.“

Philipp Lahm: „Wir wussten, dass Marseille eine körperlich robuste Mannschaft ist. Aber wir haben gut dagegengehalten und kurz vor der Halbzeit ein sehr, sehr wichtiges Tor geschossen. Das hat uns in die Karten gespielt, das hat man in der zweiten Halbzeit gesehen. Wenn wir ein bisschen Raum haben in der Offensive, haben wir immer gute Möglichkeiten, um Tore zu erzielen. Das ist uns gelungen. 2:0 auswärts im Viertelfinale ist ein hervorragendes Ergebnis. Aber man muss immer aufpassen. Noch sind wir nicht durch.“

Bastian Schweinsteiger: „Uns war bewusst, dass Marseille physisch dagegenhalten will. Letztendlich hat die fußballerische Qualität aber den Unterschied ausgemacht. Manchmal sind wir zu weit auseinandergestanden, in der zweiten Halbzeit haben wir es aber besser gemacht. Und die Tore haben wir zum richtigen Zeitpunkt gemacht. Wir haben 2:0 gewonnen, aber es ist noch nichts sicher. Marseille hat in Dortmund zwei Tore gemacht. Auch im Rückspiel müssen wir daher von der ersten Minute an wieder sehr konzentriert zu Werke gehen. Da muss man hundert Prozent geben, 70, 80 Prozent reichen nicht.“

Mario Gomez: „Wir wollten ein gutes Ergebnis, das haben wir heute erzielt. Marseille war sehr, sehr aggressiv, wir haben gut dagegengehalten. Uns war klar, dass das kein Spaziergang wird und dass Marseille über die Zweikampfhärte ins Spiel kommt. Wir haben versucht, ruhig zu bleiben und unser Spiel durchzudrücken. Das haben wir geschafft und am Ende hochverdient gewonnen. Wir hätten sicherlich auch das eine oder andere Tor mehr machen können.“

Didier Deschamps (Trainer Marseille): „Nach einer 0:2-Niederlage im Hinspiel wird es natürlich schwierig. Die Bayern haben viel Qualität in der Mannschaft. Sie machen viele Dinge sehr gut und sie haben diese beeindruckende Offensive. Das Tor kurz vor der Halbzeit hat uns weh getan, weil Bayern bis dahin kaum Chancen hatte. Diese Kaltschnäuzigkeit zeichnet große Mannschaften aus.“

Alou Diarra (Marseille): „Das Spiel war ein bisschen wie ein Albtraum. Vor allem wenn man die erste Halbzeit sieht. Da haben wir nicht schlecht gespielt. Wir waren ein bisschen naiv und haben die zwei Tore in Phasen kassierte, die eher positiv für uns waren. Sicherlich sind unsere Chancen aufs Weiterkommen nicht gewachsen, aber wir werden bis zum Schluss daran glauben.“

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