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Rummenigges Bankettrede

'Alle Träume können wahr werden'

Standing Ovations, Sprechchöre und jede Menge Applaus - als Spieler, Trainer und Verantwortliche kurz nach 1 Uhr morgens zum traditionellen Champions-League-Bankett ins Mannschaftshotel kamen, wurden sie gebührend empfangen. Knapp 400 Fans und Sponsoren ließen die Champions-League-Finalisten hochleben. Auch als Karl-Heinz Rummenigge zum Mikrofon griff, wurde es emotional. Lesen Sie auf fcbayern.de die Bankettrede des FCB-Vorstandschefs in Madrid:

Rummenigges Bankettrede nach dem Final-Einzug:

„Liebe Freunde des FC Bayern, liebe Trainer mit Jupp Heynckes an der Spitze, liebe Mannschaft,

(…) ich kann mich noch erinnern, dass Spiele, die eine solche Intensität, eine solche Emotion hatten, in die Geschichtsbücher des deutschen Fußballs eingegangen sind. Wenn ich so an das Halbfinale Deutschland gegen Italien 1970 oder auch an das Halbfinale Deutschland gegen Frankreich 1982 denke - das waren kurioserweise auch Spiele, die durch Elfmeterschießen entschieden wurden. Ich bin seit 1974, also seit fast 38 Jahren, mit dem FCB verbandelt. Und wenn ich das heutige Spiel Revue passieren lassen, muss ich offen und ehrlich sagen: Das war das intensivste, das emotionalste und am Ende des Tages zum Glück auch ein erfolgreiches Spiel, das wir alle gemeinsam erleben durften. (Applaus)

Als wir das Halbfinale erreicht haben, haben wir gesagt: Es ist wahnsinnig schwierig gegen Real Madrid - und das war es ohne Frage auch. Diese beiden Spiele hatten eine Intensität, die Seinesgleichen sucht. Trotzdem gab es immer diesen Traum bei der Mannschaft, bei den Fans, in München am 19. Mai im Finale zu stehen. Ich möchte der Mannschaft, den Trainern, Jupp Heynckes ein Riesenkompliment machen, dass wir das heute gepackt haben. (Applaus)

Wir haben heute Abend alle wahnsinnig viele SMS und E-Mails bekommen. Ein guter Freund hat mit eine SMS mit einem Spruch von Walt Disney geschickt, den ich sehr passend finde: ‚Alle Träume können wahr werden, wenn wir den Mut haben, ihnen zu folgen.‘ Ich glaube, die Mannschaft, die Trainer, die Fans haben das wunderbar gemacht. Wir haben immer den Mut gehabt, die Mannschaft hat immer daran geglaubt und natürlich sind wir auch von den eigenen Fans getrieben worden - jetzt sind wir drin und das ist etwas Historisches! Das haben die Mannschaft, die Trainer, Jupp Heynckes und alle, die beim Klub verantwortlich sind, wahr werden lassen. Das empfinde ich als unglaublich!

Jetzt, am 19. Mai, ist alles drin. Es wird kein einfaches Spiel. Jeder, der glaubt, das Finale gegen Chelsea wird ein Selbstläufer, den muss ich korrigieren - das wird es nicht! Es wird ein schwieriges Spiel werden. Wir sollten nicht den Fehler machen, heute Abend frühzeitig schon den Sieg der Champions League zu feiern. Den müssen wir uns noch erarbeiten.

Ich habe große Trauer und großes Mitleid mit drei unserer Spieler: David Alaba, Luiz Gustavo und Holger Badstuber (Applaus), die heute ihre dritte Gelbe Karte bekommen haben und im Finale leider gesperrt sind. Diese Regeln sind diskussions- und wahrscheinlich auch veränderungswürdig. (…) Die Gelbe Karten werden bei einer Weltmeisterschaft nach der Gruppenphase gestrichen, aber in der Champions League nicht. Das ist etwas, was man verändern sollte. Aber das können wir jetzt nicht ändern. Der Trainer wird das trotzdem gut lösen, davon bin ich überzeugt.

Wir gehen mit großem Elan, mit großem Schwung, auch mit großem Stolz in dieses Finale. Wir werden versuchen, das zu packen, was uns vor zwei Jahren leider verwehrt wurde, hier in Madrid. Deshalb ist es umso schöner, dass wir heute an gleicher Stelle dieses Finale gepackt haben. (…) (Applaus)

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