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Makaay im Interview

'Bayern kann Real sehr wehtun'

Im letzten Spiel des FC Bayern gegen die Königlichen hat Roy Makaay Geschichte geschrieben. Mit seinem 1:0 bereits nach knapp zehn Sekunden erzielte er das schnellste Champions-League-Tor aller Zeiten. Es war der Grundstein für den Einzug ins Viertelfinale. Im Gespräch mit dem Bayern-Magazin erinnert sich Makaay an diese Partie im März 2007 und blickt auf das Halbfinale in diesem Jahr voraus.

Das Interview mit Roy Makaay

Frage: Servus Roy, kannst du dich noch an den 7. März 2007 erinnern?
Makaay: „Klar kann ich das. Direkt nachdem Bayern das Halbfinale klargemacht hat, sind in mir wieder viele schöne Erinnerungen an das Spiel und mein Rekord-Tor aufgekommen. Vor ein paar Monaten wurde das mit dem Tor zum Thema, als Jonas von Valencia gegen Leverkusen nur ein paar Zehntelsekunden später traf als ich gegen Real. Viele Journalisten haben mich damals darauf angesprochen.“

Frage: Es war das bisher letzte von acht K.o.-Duellen der beiden Teams. Man könnte da fast schon von einem Klassiker sprechen, oder?
Makaay: „Ich habe in meinen vier Jahren in München gleich zwei Mal im Achtelfinale gegen Real gespielt. 2004 sind wir ausgeschieden, 2007 sind wir dann nach dem 2:3 im Bernabéu durch ein 2:1 im Rückspiel ins Viertelfinale eingezogen. Bayern gegen Real, zwei der größten Vereine der Welt - in diesen Spielen steckt immer ganz viel Brisanz. Das ist ein absoluter Klassiker.“

Frage: Wie siehst du die Ausgangslage für das Halbfinale in diesem Jahr?
Makaay: „Im Allgemeinen gelten Barcelona und Real als die Topfavoriten auf den Titel. Aber ich glaube, dass die Bayern in dieser Saison ein großer Herausforderer für beide sind. Sie haben die Extra-Motivation mit dem Endspiel im eigenen Stadion. Die Chance bekommt man als Spieler nur einmal im Leben. Madrid ist zwar für mich leichter Favorit, aber die Bayern haben eine Mannschaft, die Real sehr wehtun kann. Und jetzt kommt auch noch Bastian Schweinsteiger zurück.“

Frage: Ist es ein Nachteil, dass die Bayern zuerst zuhause spielen müssen?
Makaay: „Meistens ist es angenehmer, wenn du das zweite Spiel vor eigenem Publikum austragen kannst, denn da fällt meistens erst die Entscheidung. 2007 war es gegen Real ein Vorteil für uns. Im Viertelfinale gegen den AC Milan hat uns das nichts geholfen. Trotz eines 2:2 in Mailand sind wir durch ein 0:2 im Rückspiel in der Allianz Arena ausgeschieden.“

Frage: Ist Real unter José Mourinho ein anderes Real als noch vor ein paar Jahren?
Makaay: „Ich denke schon. 2004 war die Hochzeit der Galaktischen mit Beckham, Zidane, Figo und Raul. Auch jetzt hat Real sehr viele Stars, aber sie wirken insgesamt ausgeglichener. Nicht umsonst führen sie die spanische Liga klar vor Barcelona an, sind relativ locker ins Halbfinale der Champions League eingezogen und zeigen meistens schönen Fußball. Nur gegen Barcelona haben sie weiterhin große Probleme zu gewinnen.“

Frage: Real muss zwischen beiden Spielen gegen Bayern ins Camp Nou. Schonen kann sich da wohl keiner der Real-Profis, oder?
Makaay: „Ich glaube nicht, dass Mourinho einen Clasico herschenkt, dafür ist dieses Duell für die Fans viel zu wichtig. Aber wenn er es sich erlauben kann, ein paar angeschlagene Spieler für das Rückspiel gegen Bayern zu schonen, wird er das sicherlich tun.“

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