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Frohe Ostern

Bayern siegt dank 'Energieleistung'

Die Erfolgsserie ausgebaut, den Abstand auf Spitzenreiter Borussia Dortmund gewahrt und viel Selbstvertrauen getankt für das Topspiel am kommenden Mittwoch beim Titelverteidiger: Dank eines knappen 2:1 (1:1)-Erfolgs im Heimspiel gegen den FC Augsburg hat der FC Bayern auch das neunte Pflichtspiel in Folge gewonnen und sich damit selbst das schönste Ostergeschenk bereitet.

„Es war eine schwere Partie und ein wichtiger Sieg. Ich muss der Mannschaft ein großes Kompliment machen“, sagte Christian Nerlinger nach dem Schlusspfiff in der abermals ausverkauften Münchner Allianz Arena. „Wenn man neun Mal hintereinander gewinnt und das auf diesem Niveau, dann sind wir sehr selbstbewusst und fahren mit breiter Brust nach Dortmund“, so der FCB-Sportdirektor weiter.

„Ich wusste vorher, dass das ein enges Ding wird“, analysierte Trainer Jupp Heynckes die Partie gegen den stark aufspielenden Aufsteiger aus Schwaben, gegen den seine Mannschaft einen „katapultartigen Start“ (Nerlinger) erwischte: Nach nur 24 Sekunden nutzte Torjäger Mario Gomez eine geniale Vorarbeit von Geburtstagskind Franck Ribéry im Nachsetzen zur schnellen 1:0-Führung.

Doch anders als in den meisten Begegnungen dieser Saison war dieser Treffer dem Spiel des Rekordmeisters wenig zuträglich. „Heute war ein Fall, wo uns das frühe Tor nicht so gut getan hat. Wir haben gedacht, es geht dann von alleine“, meinte Kapitän Philipp Lahm. „Das 1:0 war vielleicht für den Kopf nicht ganz optimal, weil wir uns dann vielleicht ein bisschen zurückgelehnt haben“, sagte Thomas Müller.

In dieser Phase der „Lethargie“ (Nerlinger) zeigte der Tabellen-14. aus Augsburg, warum er mit der Empfehlung von sechs ungeschlagenen Spielen hintereinander nach München gereist war: Mit schnellen, direkten Kombinationen kamen die Augsburger immer häufiger vor das Tor der Gastgeber, Ja-Cheol Koo gelang in der 23. Minute der nicht unverdiente Ausgleich.

„In der ersten Halbzeit haben wir kein Mittel gefunden, haben zu behäbig und zu langsam aus der Defensive agiert. Die Spieler brauchten eine Zeit, den Rhythmus zu finden“, erklärte Heynckes. In der zweiten Halbzeit habe sein Team dann aber „auf die Tube gedrückt“, die neuerliche Führung durch Gomez‘ 25. Saisontreffer war die logische Konsequenz.

Energieleistung sichert den Sieg

„Die Bayern sind in der zweiten Halbzeit extrem hohes Tempo gegangen. Es war unglaublich schwer, das aufzuhalten“, räumte Augsburgs Trainer Jos Luhukay, in Mönchengladbach einst Assistent von Jupp Heynckes, nach dem Spiel ein. Müller sprach von einer „Energieleistung“, durch die der FCB letztendlich den 20. Saisonsieg unter Dach und Fach brachte.

„Wir müssen mal davon wegkommen, dass wir jeden Gegner an die Wand spielen werden“, stellte Gomez klar. „Es ist nicht mehr so einfach, gerade zum Ende der Saison. Auch die letzten fünf Spiele werden verdammt schwierig“, prophezeite der Torjäger. Die nächste Partie steigt bei Tabellenführer Borussia Dortmund. „Bisher hatten wir noch andere Spiele auf die wir uns konzentrieren mussten. Jetzt fangen wir dann so langsam an mit der Vorbereitung auf Dortmund“, sagte Toni Kroos.

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