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Nur noch ein Schritt

FCB-Frauen wollen ins Pokalfinale

Am 12. Mai steigt im Berliner Olympiastadion das DFB-Pokalfinale, der FC Bayern steht zum 18. Mal im Endspiel und kämpft gegen Borussia Dortmund um den 16. Titelgewinn. Am gleichen Tag findet in Köln auch das Frauen-Pokalfinale statt. Und die Fußballfrauen des deutschen Rekordmeisters könnten mit einem Sieg im Halbfinale gegen den Hamburger SV am Ostermontag (13.00 Uhr, Sportpark Aschheim) ihre dritte Endspielteilnahme nach 1988 und 1990 perfekt machen.

„Was die Profis gegen Dortmund schon vor Augen haben, wollen wir für den FC Bayern München ebenfalls erreichen“, sagte Trainer Thomas Wörle vor der Partie gegen die Hamburgerinnen. Im vergangenen Jahr war seine Mannschaft erst im Halbfinale an Turbine Potsdam gescheitert, diese Saison soll es aber einen Schritt weiter gehen. Sollte den FCB-Frauen dies gelingen, wäre erstmals ein Klub mit dem Männer- und Frauenteam im Finale vertreten.

Mit dem FCB und dem HSV treffen der aktuelle Tabellen-Siebte und -Neunte der Frauen-Bundesliga aufeinander. Vor rund vier Wochen trennten sich beide Mannschaften in einem Nachholspiel in der Hansestadt 1:1, nicht zuletzt deshalb erwartet Wörle eine Partie „auf Augenhöhe“ und warnte vor den Hanseatinnen, die zuletzt mit einem knappen 1:0-Auswärtssieg beim 1. FFC Frankfurt für Aufsehen sorgten. „Der HSV ist eine eingespielte, schwer zu bespielende Mannschaft“, weiß Wörle.

Doch sein Team kann durchaus selbstbewusst dem Halbfinal-Duell entgegenblicken. In der Liga gab es seit Dezember in sechs Spielen nur eine Niederlage (0:3 gegen Wolfsburg) und im Pokalwettbewerb ist seine junge Mannschaft sogar noch ohne Gegentor. Wörle: „Wir freuen uns auf dieses sportliche Highlight und werden fußballerisch wie auch kämpferisch alles versuchen, um diese schwere Aufgabe zu meistern und das Endspiel zu erreichen.“

FCB mit Personalsorgen

Bei diesem Unterfangen muss Wörle allerdings auf wichtige Leistungsträgerinnen verzichten. Julia Simic, gerade erst von einem Kreuzbandriss genesen, zog sich vergangenen Montag im Training die gleiche Verletzung nochmal zu und fällt für mindestens sechs Monate aus. Gleiches gilt für Routinier Petra Wimbersky, die sich drei Tage vorher ebenfalls im Training das Kreuzband im linken Knie gerissen hatte. Zudem fehlen Wörle noch immer Lena Lotzen (Bänderriss) sowie die rekonvaleszenten Stefanie Mirlach, Nicole Banecki und Sarah Romert.

Ob Wörles ältere Schwester Tanja, die nach einer langwierigen Kreuzbandverletzung erst einen Kurzeinsatz in der 2. Mannschaft absolviert hat, zum Kader gehören wird, ist noch offen. Doch trotz der zahlreichen Ausfälle sieht Wörle sein Team gut gerüstet. „Wir werden 90 oder womöglich 120 Minuten alles dransetzen, um ins Finale in Köln einzuziehen.“ Im ersten Halbfinale am Ostersonntag qualifizierte sich Titelverteidiger 1. FFC Frankfurt durch ein 7:6 n.E. gegen den FCR 2001 Duisburg als erste Mannschaft für das Finale.

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