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'Wissen, was wir können'

FCB tankt Selbstbewusstsein und Moral

Der Countdown läuft! Am Samstagnachmittag, beim Abpfiff des Bundesligaspiels in Bremen, waren es nicht mehr ganz 100 Stunden bis zum großen Spiel, dem Halbfinal-Rückspiel in der Champions League bei Real Madrid am Mittwochabend. „Jetzt können wir mit Moral und Sicherheit im Gepäck nach Madrid reisen und uns der ganz großen Herausforderung stellen“, sagte Jupp Heynckes, nachdem der FC Bayern an der Weser 2:1 (0:0) gewonnen hatte.

Und das trotz des Madrid-Spiels im Hinterkopf. Trotz der großen Rotation. Trotz der Situation in der Meisterschaft. „Wir als FC Bayern sind verpflichtet, auch in so einem Spiel alles zu geben, alles zu zeigen. Das hat die Mannschaft gemacht. Ich bin mit dem Engagement und der Einstellung sehr zufrieden. Der Sieg ist verdient“, lobte Heynckes sein Team, das er im 13. Spiel innerhalb von sechs Wochen kräftig „durcheinandergewirbelt“ hatte, wie er selbst sagte.

Auf acht Positionen hatte der FCB-Chefcoach seine Mannschaft im Vergleich zum Hinspiel gegen Madrid vier Tage zuvor verändert und so zahlreichen Leistungsträgern eine Verschnaufpause gegönnt. „So haben wir noch nie gespielt. Insgesamt haben wir uns ganz gut verkauft und es war schön, dass wir noch gewonnen haben“, meinte Thomas Müller, „man hat gesehen, dass wir wollten. Jeder, der auf dem Platz war, hat Gas gegeben.“

Und das war auch nötig gegen starke Bremer, die nach einer Standardsituation durch Naldo (51. Minute) das erste Tor erzielten. Dabei waren die Münchner überlegen und hätten schon in der ersten Halbzeit - Nils Petersen scheitert unter anderem an der Latte (44.) - „in Führung gehen können oder müssen“, wie Heynckes sagte. Mit der Einwechslung von Franck Ribéry, Toni Kroos und Mario Gomez gab der Bayern-Coach seiner Mannschaft schließlich den entscheidenden Impuls.

Der nicht zu bändigende Ribéry leitete erst den Ausgleich - ein Eigentor Naldos (75.) - ein, dann erzielte er in der Schlussminute selbst den Siegtreffer und klatschte sich anschließend mit Arjen Robben auf der Ersatzbank ab. „Die Szene spricht für sich“, meinte Heynckes. Denn die Harmonie in seiner Mannschaft stimmt. „Es war ein wichtiger Sieg für die Moral.“ Und durch die drei Punkte sicherten sich die Bayern am drittletzten Spieltag auch vorzeitig den zweiten Tabellenplatz.

Nun gilt die volle Konzentration der Champions League. „Wir gehen mit breiter Brust nach Madrid“, sagte Müller, „wir wissen, was wir können. Aber wir wissen auch, dass wir sehr viel in die Waagschale werfen müssen, um dort zu bestehen.“ Heynckes sprach von einem „schwierigen Unternehmen. Nichtsdestrotz hat meine Mannschaft im Hinspiel gezeigt, dass wir auf Augenhöhe stehen. Wir fahren sehr selbstbewusst und zuversichtlich nach Madrid. Ich bin optimistisch und meine Spieler sind es auch.“ Der Countdown läuft!

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