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Tore für Titel

Gomez: Kein Wettschießen mit Messi

Streng genommen hat Mario Gomez Lionel Messi überholt. Zwar liegt der Bayern-TORero in der Champions-League-Torschützenliste einen Treffer hinter dem dreifachen Weltfußballer vom FC Barcelona, aber: Gomez ist der effektivere Torjäger! Denn er trifft alle 59,8 Minuten ins Schwarze, Messi nur alle 60 Minuten - ha!

Von solchen Zahlenspielen will Gomez vor der nächsten Runde im Wettschießen mit Messi, dem Viertelfinal-Rückspiel in der Königsklasse, nichts wissen. „Ich bin nicht verrückt und will mich nicht mit Messi vergleichen oder mit ihm messen, denn er ist einfach der Beste, wahrscheinlich der Beste, den es ja gab und je geben wird“, sagte Gomez, der den Vergleich mit Barcelonas Ausnahmeprofi aber zumindest als „Ansporn“ bezeichnete, „noch einige Tore zu erzielen“.

Herausragende Tor-Ausbeute

Aktuell kommt Gomez auf elf Champions-League-Tore - eine herausragende Ausbeute. In der CL-Geschichte trafen nur zwei Spieler häufiger in einer Saison (Messi und Ruud van Nistelrooy). Mit insgesamt 23 CL-Treffern ist er der beste deutsche Torjäger der CL-Historie. Vor drei Wochen beim 7:0 gegen Basel gelang ihm als erstem deutschen Fußballer ein Viererpack, es war der schnellste Viererpack in der CL-Geschichte (24 Minuten, wie Dado Prso für den AS Monaco im November 2003).

„Die Mannschaft macht es mir leicht“, sagte Gomez, der in den bisherigen 41 Pflichtspielen dieser Saison 37 Mal getroffen hat. „Wir spielen einen offensiven Fußball; ich habe sensationell gute Mitspieler; ich bin der, der am Ende der Kette steht und der dazu da ist, die Tore zu machen.“ Jupp Heynckes meinte: „Wenn die Mannschaft funktioniert, wenn er Flanken bekommt, dann trifft er auch.“

Der Raum-Sucher

Doch das ist natürlich nur die eine Hälfte von Gomez' Erfolgsgeheimnis. Heynckes hob die „herausragenden Fähigkeiten vor dem Tor“ seines Stoßstürmers hervor. „Er hat einen Torinstinkt, bewegt sich gut. Er arbeitet an sich, versucht sich immer noch zu verbessern. Das ist auf absolutem Topniveau auch notwendig: Dass man an vermeintlichen Schwächen arbeitet und Stärken forciert.“

Gomez selbst berichtete von seiner persönlichen Entwicklung seit seinem Wechsel vom VfB Stuttgart nach München (2009): „In Stuttgart haben wir ähnlich gespielt wie Gladbach jetzt. Da hast du als Stürmer unheimlich viel Platz, kannst in die Räume starten, da muss der Ball nur kommen. Jetzt bin ich auf der Suche nach den Räumen. Denn wir sind oft mit zehn Spielern in der gegnerischen Hälfte.“

'Schaue nicht, was Messi macht'

Auch am Dienstag gegen Olympique Marseille geht Gomez wieder auf Raum-Suche. Gerade in der Allianz Arena gelingt ihm das bislang sehr gut. Denn zehn seiner elf Champions-League-Treffer in dieser Saison hat er vor eigenem Publikum erzielt. Und es sollen noch einige Tore dazukommen, zuhause und auswärts - und zwar nicht aufgrund des Wettschießens mit Messi, wie Gomez betonte: „Ich schaue nicht, was Messi macht. Es ist nicht das Duell Messi gegen Gomez! Für mich ist entscheidend, dass wir mit der Mannschaft erfolgreich sind und am Ende mit Erfolgen dastehen. Dazu will ich beitragen mit weiteren Toren.“

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