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'Gefährlicher Gegner'

Mourinho erwartet ein 'großes Fußballspiel'

30 Stunden, 40 Minuten. Der spanische Rekordmeister Real Madrid hat seinen Aufenthalt in München anlässlich des Halbfinalhinspiels in der Champions League beim FC Bayern nicht länger als unbedingt nötig gestaltet. Am Montag um 17.35 Uhr landeten die Königlichen auf dem Münchner Flughafen, unmittelbar nach der Partie gegen den deutschen Rekordmeister heben die Spanier am Mittwochnacht um 0.15 Uhr wieder gen Heimat ab.

Selbstbewusstsein a la José Mourinho, Selbstbewusstsein a la Real Madrid. Doch die Königlichen wissen: „Der FC Bayern ist eine Institution. Sie haben einen guten Trainer und Spieler für die ganz großen Momente“, sagte Mourinho. Doch the special one will sich dennoch nicht abbringen lassen von seinen Zielen: Dem Gewinn der Champions League und der spanischen Meisterschaft. Vier Punkte Vorsprung hat Real in der Primera Division auf den FC Barcelona, am Samstagabend, zwischen Hin- und Rückspiel gegen den FC Bayern, müssen sie in Barcelona zum Clásico antreten.

„Wir haben die Meisterschaft und die Champions League in der eigenen Hand. Wir haben nichts zu verlieren, sondern können nur gewinnen. Das wollen wir versuchen und mit dieser Einstellung gehen wir an die Sache heran. Bis zum Saisonende“, sagte Real-Trainer José Mourinho am Montagabend auf der abschließenden Pressekonferenz in der Allianz Arena. Gegen einen „großen“ und „gefährlichen Gegner“ FC Bayern erwartet der zweimalige CL-Sieger (mit Porto und Inter Mailand) ein „großes Fußballspiel“, wie er weiter mitteilte.

Mit großem Selbstvertrauen und ganz breiter Brust ist der Klassenprimus aus Spanien in die bayrische Landeshauptstadt gereist, daran ließen sowohl Mourinho als auch Weltmeister Sergio Ramos keinen Zweifel aufkommen. „Wir haben eine Riesen-Mannschaft vor der Brust. Aber unser erklärtes Ziel ist es, das Finale zu erreichen, am besten schon mit einem Sieg im Hinspiel“, erklärte Abwehrspieler Ramos.

Statistiken interessieren Mourinho nicht

Selbst die negative Champions-League-Bilanz gegen den FC Bayern - nur sechs von 18 Spielen hat Real gewonnen, in München sind die Spanier noch sieglos und verloren gar acht von neun Duellen - rüttelt nicht am Selbstvertrauen. Von einem Bayern-Komplex wollte Mourinho nichts wissen. „Statistiken interessieren mich nicht. Das sind historische Zahlen, die keine Bedeutung haben. Am Dienstag ist ein neues Spiel, da zählen keine Statistiken. Wir müssen sehen, was wir reißen können.“

Und dennoch, eine große Portion Respekt vor der bestia negra, der schwarzen Bestie, wie der FCB in Spanien aufgrund seiner Erfolge gegen Real ehrfurchtsvoll genannt wird, war den beiden Madrilenen stets anzumerken. „Ich kenne sie noch gut vom Finale 2010, Bayern hat eine große Mannschaft, sie gehört zu den besten der Welt. Aber wir sind gewappnet“, meinte Mourinho, „sie spielen phänomenal und stehen zurecht im Halbfinale. Und sie können ins Finale einziehen.“

Details können entscheiden

Verteidiger Sergio Ramos lobte zunächst die gesamte Mannschaft des FCB („Ein großes Kollektiv.“), zollte dann aber besonders der Offensive mit Arjen Robben, Franck Ribéry und Torjäger Mario Gomez seinen Respekt: „Das sind Spieler, die den Unterschied ausmachen können. Wir müssen zu einhundert Prozent konzentriert sein.“ Ramos betonte, dass „kleine Details“ die Partie entscheiden können und stellte klar: „Wir denken nicht an Barca, sondern nur an Bayern. Das ist unser nächster Gegner.“

Mit welchem Personal Mourinho das Hinspiel angehen will, wollte er am Montagabend nicht verraten. Die Königlichen sind mit dem gesamten Kader von 24 Spielern nach München gereist. „Ich weiß, wer spielt, wer auf der Bank sitzt und wer auf der Tribüne. Meine Entscheidungen sind gefallen“, erklärte der Real-Trainer und gab zumindest Einblick in seine taktische Marschrichtung: „Real ist eine Mannschaft, die immer auf Sieg spielt, die ein Spektakel produzieren will. Das Gute, das wir leisten, wollen wir ummünzen in Titel.“

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