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Bayerns linke Seite

Ribéry und Alaba - das passt!

Irgendwie hat es schon immer gepasst zwischen Franck Ribéry und David Alaba. Oft sah man sie miteinander lachen, seitdem Alaba am Ende der Saison 2008/09 erstmals bei den Profis reingeschnuppert hat. Oft sah man sie in ein Gespräch versunken. Oft sah man sie gemeinsam jubeln. Der Franzose hat sich sogar Alabas Wiener Schmäh angeeignet. „Auf einmal sagt er immer Bist du deppert! zu mir“, berichtete Alaba kürzlich. Inzwischen bilden der Dribbler von der Kanalküste und der Österreicher mit nigerianisch-philippinischen Wurzeln auch auf dem Platz ein starkes Duo.

Zuletzt zu beobachten beim 2:1-Sieg gegen Real Madrid am Dienstagabend. Ribéry war von den Spaniern nie unter Kontrolle zu bekommen, erzielte die 1:0-Führung und zeigte insgesamt „eine absolut super Partie“, wie Jupp Heynckes sagte. Unterstützt wurde Ribéry von Alaba, der seit fünf Wochen sein Hintermann auf dem linken Flügel ist. „Er ist ein richtig guter Junge“, lobte Ribéry den 19-Jährigen.

Mit seiner Dynamik, seiner Laufstärke und seiner Spielintelligenz hat sich Alaba zum kongenialen Partner des französischen Wirbelwinds gemausert. Er sichert Ribéry nach hinten ab und unterstützt ihn mit kraftvollen Vorstößen in der Offensive. „Er ist erst 19 Jahre alt und hat viel Qualität. Er spielt gut“, lobte Ribéry seinen Hintermann, „natürlich sage ich ihm, wenn er einen zu langsamen Pass spielt, aber ich bleibe dabei immer positiv. Das braucht er auch und das ist sehr wichtig.“

Alaba dankt 'Herrn Heynckes'

„Franck macht das super mit mir“, findet Alaba, „er versucht mir auf und auch außerhalb des Platzes sehr viel zu helfen. Das tut mir als jungem Spieler sehr, sehr gut.“ Als wichtigen Mentor hob der Rekordmann - jüngster Bayern-Spieler aller Zeiten in Champions League, Bundesliga und DFB-Pokal / jüngster Nationalspieler Österreichs / jüngster österreichischer Fußballer des Jahres - aber auch Heynckes hervor: „Herr Heynckes hat einen sehr großen Anteil an meiner Entwicklung. Er hat eine tolle Art, mit uns jungen Spielern umzugehen.“

Gegen Real Madrid bestand der gelernte Mittelfeldspieler seine Feuertaufe auf der linken Abwehrseite. Egal ob Ángel di María, Mesut Özil, Cristiano Ronaldo oder Karim Benzema - Alaba behauptete sich gegen die Weltklassefußballer aus Madrid. „Ich habe mich einfach auf meine Aufgabe konzentriert und versucht, mein Spiel zu spielen“, fand er seine Leistung „ganz okay“.

'Ein riesiger Gewinn'

Heynckes war auch mit Alabas Offensivdrang zufrieden. „In der zweiten Halbzeit wurde David immer freier, immer offensiver, immer selbstbewusster und hat Franck nicht nur unterstützt, sondern auch gute Torszenen vorbereitet“, sagte der FCB-Chefcoach. Der 19-Jährige sei „ein riesiger Gewinn“ für die Mannschaft, seine Entwicklung „außergewöhnlich“. Und: „Bei ihm ist sicher das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht.“

Alaba ist sich bewusst, dass „noch ein harter Weg“ vor ihm liegt. „Ich stehe immer noch am Anfang“, meinte er. Mit Ribéry hat er auf der linken Seite einen Partner, an dem er sich orientieren kann. Gegen die Königlichen unterstrich der Franzose seine Klasse. „Franck Ribéry war von der ersten Minute an sehr gut aufgelegt“, sagte Heynckes, der weiß, was Ribéry zu Höchstleistungen anspornt: „Es ist auch sein großer Traum, im Finale zu stehen.“

Vor zwei Jahren gesperrt

2010 hatte der 29-Jährige das Champions-League-Endspiel verpasst, da er sich im Halbfinale eine umstrittene Rote Karte eingehandelt hatte. Diesmal will sich Ribéry seinen Traum unbedingt erfüllen. Im Halbfinal-Hinspiel hatte er maßgeblichen Anteil am 2:1-Sieg. Doch er weiß, dass im Rückspiel noch ein hartes Stück Arbeit vor dem FC Bayern liegt: „Wir sind noch nicht im Finale. Es gibt noch ein Spiel in Madrid. Das wird sehr, sehr kompliziert.“ Man kann sicher sein: Er wird in einer Woche im Estadio Bernabéu alles daran setzen, um sich nach dem Schlusspfiff mit Alaba zufrieden abzuklatschen und sagen zu können: „Bist du deppert!“ Oder: „I werd narrisch!“

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