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Zu Gast in Bremen

'Unsere Pflicht, Spiel ernst zu nehmen'

Jupp Heynckes hatte soeben auf dem Podest im Mediencenter der Säbener Straße Platz genommen. Da stellte er sofort klar: „Es ist unsere Pflicht, das Spiel sehr ernst zu nehmen!“ Das Spiel. Damit meint der Cheftrainer des FC Bayern die Partie zwischen den beiden Champions-League-Halbfinals - in der Bundesliga auswärts beim SV Werder Bremen (Samstag, ab 15.30 im Liveticker sowie im Webradio auf FCB.tv.). Geschenke wird der FCB keine verteilen: „Ich will in Bremen gewinnen“, ergänzte Heynckes.

Der Cheftrainer kündigte an: „Es ist kein Geheimnis, dass ich auf einigen Positionen wechseln werde.“ Wie seine Startelf schließlich aussehen werde, verriet Heynckes noch nicht. Dies mache er vor allem davon abhängig, wie „angeschlagen“ oder „müde“ die einzelnen Spieler seien. Fest steht: „Es werden Einige spielen, die in letzter Zeit nicht so oft von Anfang an auf dem Feld standen.“ Für diese Akteure sei das auch eine „Prämie“ für ihr „totales Engagement“ im Training.

Sicher auflaufen wird Bastian Schweinsteiger. Bayerns Mittelfeldmotor soll nach seiner langen Verletzungspause weiter Spielpraxis sammeln. „Es ist nicht so einfach, wenn man fast fünf Monate kaum gespielt hat. Da muss man ein bisschen Geduld haben. Deswegen tun mir solche Spiele ganz gut“, sagte der Nationalspieler gegenüber FCB.tv. Für ihn sei es wichtig, „Minuten zu sammeln, um schnell wieder dorthin zu kommen, wo ich vor der Verletzung mal war“.

Fest steht auch: Holger Badstuber wird in Bremen auf Grund der fünften Gelben Karte fehlen. Ihn könnte beispielsweise Luiz Gustavo in der Innenverteidigung ersetzen, erklärte Heynckes, der einen 20-Mann-Kader mit an die Weser genommen hat. Dort erwartet die Bayern ein unberechenbarer Gegner. Denn Bremen plagen Personalsorgen: Marko Marin, Mehmet Ekici, Tim Borowski und Philipp Bargfrede fallen aus, genau wie die gesperrten Abwehrspieler Sebastian Boenisch, Sokratis und Clemens Fritz.

Werder im Kampf um die Europa League

Ob die lange verletzten Aaron Hunt und Marko Arnautovic mitwirken können, ließ Trainer Schaaf offen: „Man muss berücksichtigen, dass ihnen die Wettkampfpraxis fehlt.“ Am Ende werden mit Sicherheit elf hochmotivierte Bremer auf dem Platz stehen. Denn für die Norddeutschen geht es um viel. Ein Sieg wird nach zuletzt sechs sieglosen Partien in Folge dringend benötigt, um im Kampf um die Europa-League-Plätze nicht leer auszugehen. Heynckes und die Bayern aber werden dagegenhalten.

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