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FCB ist die Nr. 1

13 Bayern fahren zur EM

13 Bayern waren vorläufig nominiert, 13 fahren jetzt auch tatsächlich zur Europameisterschaft in Polen und der Ukraine (8. Juni bis 1. Juli). Bis Dienstagmittag, zehn Tage vor dem Start der EM, mussten alle qualifizierten Mannschaften ihren endgültigen 23-Mann-Kader bei der UEFA einreichen - und jetzt steht fest: Der FC Bayern stellt mehr Spieler als jeder andere Klub für die EM ab. Hinter dem deutschen Rekordmeister rangieren der FC Chelsea und der FC Barcelona mit je neun Abstellungen.

Acht der 13 bayerischen EM-Spieler stehen im Kader der deutschen Nationalmannschaft. Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger, Manuel Neuer, Thomas Müller, Holger Badstuber, Mario Gomez, Toni Kroos und Jérôme Boateng stießen am Samstagabend zum DFB-Team im südfranzösischen Tourrettes. Am Pfingstmontag reduzierte Bundestrainer Joachim Löws sein Aufgebot auf die vorgeschriebene Stärke von 23 Mann. Marc-André ter Stegen, Sven Bender, Julian Draxler und Cacau mussten die Heimreise antreten.

Schweinsteiger angeschlagen

Am kommenden Donnerstag bestreitet die DFB-Elf in Leipzig gegen Israel ihren letzten Test vor dem EM-Auftakt am 9. Juni gegen Portugal. Dabei wird Lahm als Linksverteidiger zum Einsatz kommen, kündigte Löw an. „Das hat aber nichts damit zu tun, wie wir gegen Portugal spielen. Wo er letztlich auflaufen wird, entscheiden wir nächste Woche“, sagte der Bundestrainer, der auch andeutete, dass gegen Israel wohl Boateng als Rechtsverteidiger agieren wird.

Angeschlagen ist weiterhin Schweinsteiger. Der FCB-Vizekapitän könne derzeit nur individuell trainieren, berichtete Löw. Schweinsteiger laboriert an einem Bluterguss in der Wade, den er im Champions-League-Finale davongetragen hatte. Sein Einsatz am Donnerstag ist fraglich. „Wenn von ärztlicher Seite ein Einwand vorhanden ist, werde ich einen Teufel tun und einen Spieler angeschlagen in ein Spiel schicken“, sagte Löw.

Ribéry in Form

In Topform präsentiert sich in diesen Tagen Franck Ribéry im Lager der französischen Nationalmannschaft. Der FCB-Dribbler hatte am vergangenen Samstag maßgeblichen Anteil am 3:2-Erfolg gegen Island. „Ich habe mich gut gefühlt“, berichtete Ribéry, der mit einem gefühlvollen Heber das zwischenzeitliche 2:2 erzielte - es war sein erster Treffer im Nationaltrikot seit über drei Jahren (April 2009). „Das Tor ist sehr wichtig für ihn. Wenn das ein Aha-Erlebnis für ihn sein könnte, wären wir sehr glücklich“, sagte Nationalcoach Laurent Blanc.

In Le Touquet, nur rund 30 Kilometer von Ribérys Heimatort Boulogne-sur-Mer entfernt, bereitet sich die Équipe tricolore derzeit auf die EM vor. Dort gab Blanc am Dienstag auch seinen endgültigen Kader bekannt: Lyons Yoann Gourcuff und den unerfahrenen Mapou Yanga-Mbiwa strich er aus seinem Aufgebot. Bis zum EM-Start wird Frankreich noch zwei Testspiele bestreiten: Am Donnerstag in Reims gegen Serbien und am 5. Juni in Le Mans gegen Estland.

Robben in der Heimat

Ebenfalls noch zwei Testspiele - am Mittwoch gegen die Slowakei (in Rotterdam) und am Samstag gegen Nordirland (in Amsterdam) - stehen für das niederländische Nationalteam auf dem Programm. Seinen 23-Mann-Kader für die EM - mit Arjen Robben vom FC Bayern - hat Nationalcoach Bert van Marwijk bereits am vergangenen Samstag festgelegt. Vurnon Anita, Siem de Jong, Adam Maher und Jeremain Lens mussten die Heimreise antreten. Die Elftal trainiert seit Montag wieder in Hoenderloo, wo Van Marwijk vor zwei Wochen die EM-Vorbereitung gestartet hatte.

Im österreichischen Burgenland sind derzeit Ivica Olic und Danijel Pranjic mit der kroatischen Auswahl. Die beiden FCB-Profis stehen auch im endgültigen EM-Aufgebot von Nationaltrainer Slaven Bilic, das am Dienstag in Bad Tatzmannsdorf bekannt wurde. Dejan Lovren, Sime Vrsaljko, Gorana Blazevic und Nikola Kalinic wurden aus dem Kader gestrichen. Am Samstag bestreiten die Kroaten ihren letzten Test vor der Europameisterschaft in Oslo gegen Norwegen.

Tymo Kapitän

Wie Kroatien bereitet sich auch die Ukraine in Österreich auf die EM im eigenen Land vor. In Walchsee in Tirol hat Nationalcoch Oleg Blochin seine Mannschaft mit Kapitän Anatoliy Tymoshchuk zusammengezogen. Am Dienstag strich er Oleksandr Bandura, Vitaly Mandzyuk und Taras Stepanenko aus seinem EM-Aufgebot. Österreich (am Freitag in Innsbruck) und Türkei (am 5. Juni in Ingolstadt) heißen die letzten beiden Testspielgegner der Ukraine, die am 6. Juni ihr EM-Quartier in Kiew beziehen wird.

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