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Fassade, Medien, Rasen

Allianz Arena für das Finale gerüstet

Wer in diesen Tagen abends an der Allianz Arena vorbeifährt, der bekommt schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf das Champions-League-Finale. Seit vergangenem Samstag leuchtet das Stadion des FC Bayern nämlich von 21 bis 24 Uhr in den Farben des Königsklassen-Endspiels. Ein Band blauer, türkiser und grüner Rauten in der unteren Hälfte der Leuchtfassade ist dann die sichtbarste Veränderung, die die Arena im Zuge des Finales unterläuft - bei Weitem aber nicht die einzige.

Die Planungen, welche Umbaumaßnahmen in der Allianz Arena für das Finale notwendig sind, laufen seit einem Jahr. Der Startschuss fiel beim letztjährigen Endspiel am 28. Mai 2011 im Londoner Wembley-Stadion. Damals war bereits eine Abordnung aus München vor Ort, um Räumlichkeiten und Abläufe zu studieren. Am Tag danach fand das erste Meeting der Verantwortlichen statt. Anfang des Jahres begann dann die heiße Phase, die seit letztem Samstag ihren Höhepunkt erreicht hat: Seitdem besitzt die UEFA das Hausrecht in der Allianz Arena. Einen Tag vor dem Finale, am 18. Mai, soll dann alles bereitet sein für das große Finale.

Auf den ersten Blick fällt nicht nur die Beleuchtung der Fassade als Veränderung auf. Auch der Allianz-Arena-Schriftzug - die Allianz ist kein UEFA-Sponsor - wurde verhüllt und mit einem Champions-League-Banner verdeckt. Überall - auf der Esplanade, der Zufahrtsstraße, im Arena-Rund - regieren die Final-Farben Blau, Türkis und Grün. Unter dem Dach wurden riesige Banner angebracht, Werbeflächen um das Spielfeld und zwischen den Rängen sind im UEFA-Design gehalten.

Neue Tische, neue Studios

Am meisten Arbeit machte aber die Umgestaltung der Medienbereiche. Weit mehr als 2.000 Akkreditierungen stellte die UEFA für das Finale aus, die meisten davon für die Fernseh-Übertragung, die alle Rekorde sprengt. Insgesamt ist das TV-Aufkommen doppelt so hoch wie bei der Weltmeisterschaft 2006! Dazu kommen 600 schreibende Journalisten, 100 Radioreporter und 200 Fotografen.

Um vernünftige Arbeitsbedingungen für die Medien zu schaffen, wurde geschraubt, gesägt und gehämmert. Im Unterrang der Westtribüne wurden zusätzliche Arbeitsplätze mit Tischen, Internet- und Telefonanschlüssen sowie TV-Geräten geschaffen, auf der Ostseite der Ebene 2 wurden acht provisorische TV-Studios eingebaut. Vor dem Stadion werden zudem 8.000 Quadratmeter Parkfläche für Übertragungswagen zur Verfügung gestellt.

Der Rasen bleibt

Seit Mitte April wurde zudem auf dem Busparkplatz Mitte das sogenannte Champions Village erbaut. Auf 13.000 Quadratmetern werden dort am Finaltag fast 6.000 Gäste (VIP, Sponsoren) versorgt werden. Gegenüber, auf der Esplanade zwischen U-Bahnstation und Arena, entstanden Verpflegungs- und Sponsorenstände sowie Fanshops. Im Stadion wurden alle Hospitality-Bereiche (Fantreffs, Sponsoren Club, Business Club) mit neuem Mobiliar ausgestattet.

Und der Rasen? Der ist derselbe, auf dem der FC Bayern die ganze Saison in der Allianz Arena gespielt hat. Am 6. Mai fand das letzte Spiel (TSV 1860 München gegen Alemannia Aachen) auf dem Grün statt, das Mitte Juni letzten Jahres frisch verlegt worden war. Zwei Wochen später präsentiert sich das Spielfeld in exzellentem Zustand - ein Teppich für das große Finale. Es ist angerichtet! Die Allianz Arena ist gerüstet!

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