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Finalsperren

Der FC Bayern versuchte alles

Nach den Gelben Karten vom Champions-League-Rückspiel des FC Bayern bei Real Madrid sind Holger Badstuber, Luiz Gustavo und David Alaba laut UEFA-Reglement für das Finale dahoam am 19. Mai in der Allianz Arena gegen den FC Chelsea leider gesperrt. Im Sinne der Spieler haben die Verantwortlichen des Rekordmeisters alles versucht, um diese Sperren aufzuheben, und starteten nach dem Finaleinzug diesbezüglich eine inoffizielle Anfrage bei der UEFA. Ziel war es, die Chancen für eine Aufhebung dieser Sperren - ebenso wie die der drei gelb-gesperrten Spieler des FC Chelsea (Branislav Ivanovic, Ramires, Raul Meireiles) - auszuloten.

Leider war das Ergebnis negativ. Die UEFA teilte mit, dass hier keine Aussicht auf Erfolg bestünde. Die Konstellation, dass beide Finalisten gelb-gesperrte Spieler haben, habe es schon öfter gegeben, so die UEFA als Reaktion auf die inoffizielle Anfrage. Es gab in der Vergangenheit sogar bereits gemeinsame formelle Anträge beider Finalisten zur Löschung der Gelben Karten, wie etwa 2009 durch den FC Barcelona und Manchester United für die gelb-gesperrten Spieler Wes Brown (Manchester United) und Eric Abidal (FC Barcelona). Auch damals wie heute ohne Erfolg.

In seiner Eigenschaft als Vorsitzender der europäischen Klubvereinigung ECA will Karl-Heinz Rummenigge nun über die UEFA-Kommission für Klub-Wettbewerbe eine Regeländerung dahingehend beantragen, dass analog zu Welt- und Europameisterschaften alle Gelben Karten nach den Halbfinals gelöscht werden. Diese Regeländerung kann aber frühestens durch einen Beschluss des UEFA Exekutiv-Kommitees zur Saison 2012/13 herbeigeführt werden.

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