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Von München nach München

Der Weg des FC Bayern ins 'Finale dahoam'

Der FC Bayern hat sich den Traum vom Finale dahoam erfüllt! Als erste Mannschaft der Fußball-Historie erreichte der deutsche Rekordmeister das Champions-League-Finale im eigenen Stadion. Der Weg dorthin war alles andere als leicht. Erst Qualifikation und die Horrorgruppe, dann die K.o.-Phase mit der Niederlage in Basel und dem Halbfinal-Krimi gegen Real Madrid. Insgesamt 14 Spiele lang war der Weg der Bayern von München nach München, er gipfelte im Elfmeterschießen im Estadio Santiago Bernabéu von Madrid. fcbayern.de zählt alle Hürden auf dem Weg in die Allianz Arena noch einmal auf.

Der Weg des FC Bayern ins 'Finale dahoam':

17. August 2011: FCB - FC Zürich 2:0 (1:0), Qualifikation-Hinspiel
Mit einem Heimspiel startet der FCB die Mission Finale dahoam - und präsentiert sich gegen den Schweizer Vizemeister bärenstark. 21:3 Torschüsse werden an diesem Abend in der Allianz Arena für den deutschen Rekordmeister gezählt. Nur der Pfosten und Zürichs Torhüter Johnny Leoni verhindern einen deutlicheren Erfolg des FCB, der durch Bastian Schweinsteiger (8. Minute) und Arjen Robben (72.) hochverdient mit 2:0 gewinnt. Zürich verliert zudem in der Schlussminute Innenverteidiger Mathieu mit Gelb-Rot. „Das Ergebnis ist zufriedenstellend, aber wir hätten höher gewinnen müssen“, meint Philipp Lahm.

23. August 2011: FC Zürich - FCB 0:1 (0:1), Qualifikation-Rückspiel
Ein Blitztor von Mario Gomez (7.) zerstört im Letzigrund früh die kleine Resthoffnung der Gastgeber aufs Weiterkommen. Danach haben die Bayern alles unter Kontrolle und hätten durchaus höher als 1:0 gewinnen können. „Wenn man FC Bayern München heißt und so viele Erfolge in den letzten 30, 40 Jahren auch international feiern durfte, dann ist es wichtig, dass wir in der Champions League und nicht in der Europa League stattfinden“, sagt Karl-Heinz Rummenigge, nachdem der FC Bayern zum 15. Mal die Gruppenphase der Champions League erreicht hatte.

14. September 2011: FC Villarreal - FCB 0:2 (0:1), 1. Gruppenspiel
Erstes Gruppenspiel, erster Sieg und gleich Tabellenführer - beim FC Villarreal legte der deutsche Rekordmeister einen perfekten Start in die Gruppenphase hin. Erneut bringt ein frühes Tor (Toni Kroos in der 7. Minute) die Münchner auf die Siegerstraße. Danach verhindern im Estadio El Madrigal Villarreals Keeper Diego López und der Pfosten lange einen zweiten Treffer für die überlegenen Bayern. Schließlich macht Rafinha (76.) den Sack zu. „Das war ein sehr, sehr guter Start“, sagt Gomez nach dem Schlusspfiff. In seiner Bankettrede meint Rummenigge: „Ich hoffe, die Reise wird lang, um am Ende das, wovon wir alle groß träumen, Wirklichkeit werden zu lassen.“

27. September 2011: FCB - Manchester City 2:0 (2:0), 2. Gruppenspiel
„Unsere Mannschaft hat fantastisch gespielt und sich den Sieg verdient. Wir haben uns gute Voraussetzungen geschaffen, das Achtelfinale zu erreichen“, sagt Rummenigge nach dem beeindruckenden Auftritt des FC Bayern gegen den englischen Topklub Manchester City. In einer sehr intensiven und umkämpften Partie erzielt Gomez (38./45. Minute) noch vor der Pause die entscheidenden Treffer in der Allianz Arena. In der zweiten Halbzeit hätten die Bayern das Ergebnis sogar noch höher schrauben können. „Das war heute ein richtiger Gegner, eine Standortbestimmung in der Champions League, die wir bravourös bestanden haben“, schwärmt Christian Nerlinger.

18. Oktober 2011: SSC Neapel - FCB 1:1 (1:1), 3. Gruppenspiel
Im dritten Gruppenspiel muss sich der FC Bayern erstmals mit nur einem Punkt zufrieden geben. Das Unentschieden im Hexenkessel San Paolo sei dennoch „kein Punktverlust“, wie Rummenigge betont: „Wir können mit dem Ergebnis gut leben.“ Kroos bringt die Münchner schon in der zweiten Spielminute in Führung, ein Eigentor von Holger Badstuber (39.) bedeutet jedoch den unglücklichen Ausgleich und den ersten Gegentreffer nach 1.147 Pflichtspielminuten. In der zweiten Halbzeit haben die Bayern den Sieg auf dem Fuß - unter anderem scheitert Gomez mit einem Handelfmeter an Napoli-Keeper Morgan de Sanctis (48.) -, am Ende bleibt es aber beim 1:1, das dem FCB reicht, um die Tabellenführung vor den Italienern zu behaupten.

2. November 2011: FCB - SSC Neapel 3:2 (3:1), 4. Gruppenspiel
Beim Wiedersehen zwei Wochen später in der Allianz Arena legt der FC Bayern eine furiose erste Halbzeit hin. 3:0 steht es nach 42 Minuten und dem ersten Champions-League-Hattrick von Gomez (17., 23., 42.). Neapels Anschlusstreffer durch Federico Fernandez noch vor dem Pausenpfiff (45.) kann den Klasse-Auftritt des deutschen Rekordmeisters (Nerlinger: „spielerisch der bisherige Saisonhöhepunkt“) nicht trüben. In der zweiten Halbzeit wird es dann dramatisch. Der FCB verliert
Schweinsteiger (Bruch des rechten Schlüsselbeins) und Holger Badstuber (Gelb-Rot/77.). Auch Neapels Juan Zuniga sah die Ampelkarte (70.). Es wird hektisch. Fernandez bringt die Gäste mit seinem zweiten Treffer (79.) noch weiter heran, am Ende bleibt es aber bei einem verdienten 3:2-Erfolg für Bayern, der einen „Riesenschritt“ (Rummenigge) Richtung Achtelfinale bedeutet. Denn in den verbleibenden zwei Gruppenspielen benötigte der FCB nun nur noch einen Punkt zum Weiterkommen.

22. November 2011: FCB - Villarreal 3:1 (2:0), 5. Gruppenspiel
Dieses Weiterkommen und sogar den Gruppensieg macht der FCB schon im nächsten Heimspiel gegen Villarreal perfekt. Franck Ribéry (3., 69.) und Mario Gomez (23.) treffen für die in allen Belangen überlegenen Münchner, auch der überraschende Anschlusstreffer durch Jonathan de Guzmán (50.) zum zwischenzeitlichen 2:1 bringt sie nicht aus dem Konzept. Zum 14. Mal (bei der 15. CL-Teilnahme) erreicht der FCB somit das Achtelfinale der Königsklasse. „Ich habe natürlich gehofft, dass wir das schaffen. Aber dass es in einer so schweren Gruppe so souverän passieren würde, war nicht zu erwarten“, freut sich Uli Hoeneß.

7. Dezember 2011: Manchester City - FCB 2:0 (1:0), 6. Gruppenspiel
Im abschließenden Gruppenspiel geht es für den FC Bayern um nichts mehr. Trainer Jupp Heynckes schont zahlreiche Leistungsträger. Dennoch schlägt sich die FCB-Elf im Etihad Stadium beachtlich, auch wenn am Ende die erste Saisonniederlage in der Königsklasse zu Buche steht. David Silva (36.) und Yaya Touré (52.) treffen für Manchester, das trotz des Sieges das Achtelfinale verpasst. Neapel sichert sich durch einen Sieg in Villarreal den zweiten Tabellenplatz, ManCity muss in die Europa League. „Jetzt geht's richtig los“, freut sich Rummenigge schon auf das Achtelfinale.

22. Februar 2012: FC Basel - FCB 1:0 (0:0), Achtelfinal-Hinspiel
Zum Auftakt der K.o.-Phase hat der FC Bayern am Aschermittwoch Sand im Getriebe. Beim Schweizer Meister - trainiert vom ehemaligen FCB-Jugendtrainer Heiko Vogel - müssen sich die Münchner durch ein Tor von Valentin Stocker vier Minuten vor dem Schlusspfiff geschlagen geben. Zuvor hatten die Basler dem FCB einen großen Kampf geliefert, beide Teams hätten in Führung gehen können. Franck Ribéry scheiterte zweimal am überragenden Basler Keeper Yann Sommer (3., 12.), die Gastgeber trafen zweimal Aluminium (16., 19.). „Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen“, sagt Heynckes nach dem Schlusspfiff. Der FCB-Chefcoach ist überzeugt, „dass wir das noch umbiegen können.“ Dafür sei aber eine deutliche Leistungssteigerung nötig, betont Rummenigge in seiner Bankettrede: „Ihr müsst wach werden! Ihr müsst bös' werden!“

13. März 2012: FCB - FC Basel 7:0 (3:0), Achtelfinal-Rückspiel
Das machen die Münchner im Rückspiel vor eigenem Publikum. Heynckes spricht anschließend von einem „perfekten Spiel“, für Thomas Müller war es wie „ein kleiner Rausch“ und sogar Basels Stürmer Alexander Frei schwärmt von „Fußball in Perfektion“. Robben (10., 81.), Müller (42.) und Gomez mit dem ersten Viererpack eines deutschen Spielers in der CL-Geschichte (44., 50., 61., 67.) sorgen für den höchsten Sieg des FCB in der Champions-League-Geschichte. Das Weiterkommen ist damit mehr als gesichert. „Wir haben von der ersten bis zur letzten Minute ein absolutes Topspiel gezeigt“, ist Heynckes voll des Lobes für seine Mannschaft.

28. März 2012: Marseille - FCB 0:2 (0:1), Viertelfinal-Hinspiel
Überzeugend ist auch der Auftritt des FCB im Viertelfinal-Hinspiel. Im Stade Vélodrome sind die Bayern gegen kampfstarke Franzosen das bessere Team und schlagen zweimal eiskalt zu. Gomez (44.) und Robben (69.) sorgen für ein „Traumergebnis“ (Nerlinger). „Die Tür zum Halbfinale seht sehr weit offen“, sagt Rummenigge und spricht der Mannschaft ein „großes Kompliment“ aus: „Wir haben den Abend sehr genossen.“

3. April 2012: FCB - Marseille 2:0 (2:0), Viertelfinal-Rückspiel
Im Rückspiel in der Allianz Arena lässt sich der FCB den Halbfinal-Einzug nicht mehr nehmen. Erneut heißt es nach 90 Minuten 2:0 für den deutschen Rekordmeister. Ivica Olic (13., 37.) macht schon in der ersten Halbzeit alles klar, einen höheren Sieg vereiteln nur Marseilles Torhüter Steve Mandanda und der Pfosten (33.). „Wir spielen einen wunderbaren Fußball. Es macht richtig Spaß, Zuschauer zu sein“, schwärmt Hoeneß nach dem sechsten Einzug ins CL-Halbfinale in der Geschichte des FCB.

17. April 2012: FCB - Real Madrid 2:1 (1:0), Halbfinal-Hinspiel
Was für ein Spiel! Gomez bringt die Allianz Arena mit seinem Siegtor in der 90. Minute zum Beben und sorgt für den neunten Sieg im zehnten Heimspiel (1 Remis) gegen Real. In einer hochklassigen Partie „auf Augenhöhe“ (Nerlinger) steht es zuvor nach Treffern von Ribéry (17.) und Mesut Özil (53.) 1:1. Die Bayern machen das Spiel, haben mehrfach das 2:0 auf dem Fuß und drängen bis zum Schluss auf den Siegtreffer, wofür sie schließlich belohnt werden. „Das ist erst der halbe Weg“, warnt Nerlinger anschließend vor zu viel Euphorie. Im Rückspiel in Madrid erwarte den FC Bayern „nochmal ein heißer Tanz, aber wir freuen uns drauf. Die Ausgangslage ist sehr gut.“

25. April 2012: Real Madrid - FCB 3:4 n.E., Halbfinal-Rückspiel
0:2 nach 14 Minuten, 1:2 nach 90 und 120 Minuten und dann noch ein Elfmeterschießen! Über 80.000 Zuschauer im Estadio Santiago Bernabéu erlebten einen Krimi auf allerhöchstem Niveau! Nach Cristiano Ronaldos Doppelschlag (6./Handelfmeter, 14.) biss sich der FC Bayern zurück ins Spiel. Arjen Robben stellte mit einem verwandelten Foulelfmeter (27.) zum 1:2 wieder alles auf null. Die Entscheidung musste im Elfmeterschießen fallen, wo Manuel Neuer die Schüsse von Cristiano Ronaldo und Kaká parierte; Sergio Ramos schoss über das Tor. Auf Seiten des FC Bayern brachten Kroos und Lahm den Ball nicht im Tor unter. Am Ende verwandelte Schweinsteiger den entscheidenden Elfer - der Rest war Jubeln, Tanzen, Feiern!

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