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Robben leicht erkältet

'Es ist eine Ehre, dabei zu sein'

Er war heiser, hustete leicht. Es war nicht zu überhören am Donnerstagmittag: Arjen Robben hat eine kleine Erkältung heimgesucht. Einen viel schlechteren Zeitpunkt hätte es dafür nicht geben können, nur noch zwei Tage sind es noch bis zum großen Champions-League-Finale dahoam. Doch Robben beruhigte die Bayern-Fans umgehend: „Wenn ich am Samstag nicht 40 oder 41 Grad Fieber habe, werde ich auf dem Platz stehen. Das ist sicher!“

Der Niederländer hatte von Montag bis Mittwoch nur individuell trainiert. „Ich musste aufpassen und Kräfte sparen“, berichtete er. Nun gehe es ihm aber bereits wieder deutlich besser. Und so nahm Robben am Donnerstag wieder an Teilen des Mannschaftstrainings teil, nach 40 Minuten war dann Schluss. Anschließend sagte Robben: „Es geht mir ganz gut.“

Positive Nachrichten. Denn der FC Bayern benötigt am Samstagabend gegen den FC Chelsea einen topfitten Robben. „Es ist für uns alle das Spiel des Jahres. Der letzte Samstag ist abgehakt, wir sind bereit und mental gut vorbereitet“, ist sich der Flügelflitzer des deutschen Rekordmeisters sicher. Robben strahlte viel Selbstvertrauen aus, als er rund 50 Journalisten an der Säbener Straße Rede und Antwort stand. Der 28-Jährige weiß: „Es gibt in dieser Saison nur noch einen Preis.“

Allerdings den größten im europäischen Vereinsfußball überhaupt. Und so appellierte Robben an seine Teamkollegen, „Optimismus auszustrahlen“ und mit der „entsprechenden Körpersprache“ den Platz zu betreten. Die Tatsache, dass dieses Finale dahoam stattfindet, sei eine zusätzliche Motivation. Robben: „Wir haben die Ehre, dabei zu sein. In der Stadt wird nur über dieses Spiel geredet. Überall hängen Plakate, im Radio und TV geht es um kaum mehr etwas anderes. Das gibt ein Supergefühl.“

'Ich hatte dort eine super Zeit'

Man spürt: Robben ist heiß. Nach der CL-Finalniederlage 2010 hofft er diesmal auf das „Spiel des Lebens“. Und das gegen seinen Ex-Verein: Von 2004 bis 2007 hatte Robben seine Schuhe für die Blues geschnürt. In diesen drei Jahren gewann er mit Chelsea alle national möglichen Titel. „Ich hatte dort eine super Zeit. Wenn sie Erfolg haben, freut es mich riesig“, erklärte Robben. Dann zwinkerte er kurz und stellte klar: Der kommende Samstag sei natürlich eine große Ausnahme.

Bayerns Holländer weiß nur zu gut um die Stärken der Engländer. Den einen oder anderen Tipp konnte er seinem Trainer Jupp Heynckes sicherlich geben. „Die waren in den letzten neun Jahren sechs Mal im Halbfinale. Für die vielen älteren Spieler ist das die letzte Chance. Die werden richtig heiß sein“, vermutete Robben, der einen „defensiven“ Gegner erwartet. Von der Favoritenrolle, die dem FC Bayern von Medien und Experten zugeschustert wird, will er nichts wissen. „Dieses Gefühl lebt in der Mannschaft nicht!“

Starke Heimserie fortsetzen

Stattdessen wollen Robben und der deutsche Rekordmeister am Samstag in der heimischen Allianz Arena Taten sprechen lassen und an die starken Leistungen auf internationalem Parkett anknüpfen: Sieben Mal trat der FCB in dieser Saison zuhause in der Königsklasse an, sieben Mal stand am Ende ein Sieg. Robben: „Wir haben gezeigt, dass wir eine der besten Mannschaften Europas sind. Hoffentlich können wir am Samstagabend sagen: die beste.“

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