präsentiert von
Menü
'Preise werden verteilt'

FCB freut sich auf 'fantastisches' Pokalfinale

12 Uhr, Flughafen Berlin-Tegel. Ein Rollfeld, ganz im Zeichen des DFB-Pokalfinals. Hier der Mannschaftsbus von Borussia Dortmund, wenige hundert Meter entfernt das Gefährt des FC Bayern. Es war das erste, indirekte Aufeinandertreffen der beiden Endspielgegner. Eine halbe Stunde später fand auf der Pressekonferenz im Olympiastadion das zweite statt, am Samstagabend (20 Uhr) werden dann auf dem Rasen „die Preise verteilt“, wie Kapitän Philipp Lahm anmerkte. Bayern oder Dortmund, es kann nur einen Titelträger 2012 geben.

„Es ist fantastisch, dass die zwei besten deutschen Mannschaften im Finale stehen“, blickte FCB-Präsident Uli Hoeneß freudig voraus. Der deutsche Rekordmeister, Rekordpokalsieger, Vize-Meister und Champions-League-Finalteilnehmer FC Bayern trifft auf den aktuellen Deutschen Meister BVB. Mehr geht nicht. „Eine außergewöhnliche Konstellation“, findet Cheftrainer Jupp Heynckes, BVB-Coach Jürgen Klopp sprach von einem „extrem reizvollen Fußballspiel, das in Deutschland kein Mensch verpassen will“.

Mit leichter Verspätung waren die Bayern am Freitagmorgen um kurz nach 11 Uhr in München abgehoben. Die Reisegruppe umfasste 58 Personen, darunter Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Karl Hopfner sowie Vereinspräsident Uli Hoeneß. Dazu der komplette Trainerstab um Heynckes sowie die medizinische Abteilung samt Physiotherapeuten. Und allen voran natürlich der Spielerkader. Einzig die rekonvaleszenten Innenverteidiger Breno und Daniel van Buyten flogen nicht mit, beide werden aber am Samstag nach Berlin reisen.

Die Marschroute: Alle sollen dabei sein bei diesem „Riesenfest“ (Hoeneß). Doch nicht nur während der 90 oder 120 Minuten soll gefeiert werden, auch danach: „Wir wollen diese bisher schon gute Saison mit einem Titel rund machen“, erklärte Hoeneß. Heynckes stellte klar, dass die Mannschaft voll auf das Pokalfinale fokussiert sei, das Champions-League-Endspiel am 19. Mai ist noch kein Thema. „Wir denken step by step.“

Heynckes gibt sich „zuversichtlich

Mit Borussia Dortmund trifft der FC Bayern am Samstagabend auf den „schwerstmöglichen“ Gegner, wie Mario Gomez feststellte. Die vergangenen vier Duelle entschied allesamt der BVB für sich. „Der Deutsche Meister, der noch dazu eine Rekordpunktzahl erreicht hat, ist normalerweise favorisiert“, sagte Trainer Heynckes vor dem Giganten-Duell. Dennoch ist der 67-Jährige „zuversichtlich“, dass sein Team der Negativserie gegen die Borussia ein Ende setzt.

Ähnlich sieht das Torjäger Gomez. „Die haben die letzten vier Spiele gegen uns gewonnen. Das hört sich hart an, aber das waren immer ausgeglichene Partien.“ Das Pokalfinale sei etwas ganz anderes, ein „K.o.-Spiel auf neutralem Boden mit gleich vielen Fans auf beiden Seiten“. Und solche K.o.-Spiele hat der FCB zuletzt bereits für sich entschieden: Beispielsweise das DFB-Pokal-Halbfinale in Gladbach oder das CL-Halbfinale bei Real Madrid, dem spanischen Meister.

Mit der Leidenschaft wie in Madrid

„Wenn wir mit der Leidenschaft wie in Madrid, mit der Mentalität und Laufbereitschaft spielen, dann ist schwer gegen uns zu gewinnen“, weiß Vize-Kapitän Bastian Schweinsteiger. Fest steht aber natürlich auch: Der FCB „spielt gegen eine sehr, sehr gute Mannschaft“ (Heynckes). Dortmund reist als souveräner Meister, der zudem den Punkte-Rekord in der Bundesliga geknackt hat, an. Als „außergewöhnliche Mannschaft“ bezeichnete Trainer Klopp seine Truppe auf der abschließenden Pressekonferenz.

Schwarz-Gelb träumt vom ersten Double-Gewinn der Vereinsgeschichte, und die dauert mittlerweile 103 Jahre an. Den Bayern hingegen gelang dieses Kunststück bereits acht Mal. In dieser Saison ist allerdings noch ein ganz besonderes Double möglich: Nämlich das aus DFB-Pokal und Champions League. Dieser Traum soll weiterleben. Hoeneß: „Dieses Spiel ist genauso wichtig wie das Champions-League-Finale.“

Für fcbayern.de in Berlin: Nikolai Kube

Weitere Inhalte