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Pokalniederlage abgehakt

FCB startet Vorbereitung aufs 'Finale dahoam'

Der Stachel der Enttäuschung saß tief beim FC Bayern nach der klaren 2:5-Niederlage im Pokalfinale gegen Dortmund. Kurz nach der Rückkehr aus Berlin am Sonntagmittag gingen Spieler, Trainer und Verantwortliche ihre eigenen Wege, jeder suchte seinen individuellen Weg, um die Ereignisse eines „sehr bitteren und enttäuschenden Abends“ (Sportdirektor Christian Nerlinger) in der Hauptstadt zu verdauen und aufzuarbeiten.

„Das Spiel wird heute Abend und morgen noch ein Thema sein. Ab Anfang der Woche wird die Konzentration aber Richtung Samstag gehen. Dann müssen wir alle Kräfte mobilisieren“, hatte Nerlinger noch in den Katakomben des Berliner Olympiastadions hinsichtlich des bevorstehenden Finale dahoam in der Champions League am nächsten Samstag angekündigt.

„Man kann jetzt nicht drei Tage über das Spiel nachdenken“, stimmte auch Innenverteidiger Jérôme Boateng Nerlinger zu. „Klar ist man enttäuscht, aber wir müssen weitermachen, es hilft ja nichts“, meinte Torjäger Mario Gomez, der das letzte verbliebene Saisonziel klar formuliert: „Die Champions League wollen wir gewinnen, darauf müssen wir uns jetzt fokussieren.“

Und so starteten die FCB-Profis am Montagmorgen die Vorbereitung auf das Endspiel gegen den FC Chelsea, in dem sich die Münchner „für eine hervorragende Champions-League-Saison belohnen“ wollen, wie es Nerlinger ausdrückte. „Wir haben den spanischen Rekordmeister und den englischen Meister beseitigt. Die haben wir wirklich dominiert. Dieses Finale überstrahlt alles“, stellte Nerlinger klar.

Nach einer ausführlichen Nachbesprechung des Pokalendspiels konnte Trainer Jupp Heynckes bei strahlendem Sonnenschein fast seinen gesamten Kader begrüßen. Einzig Kapitän Philipp Lahm, Arjen Robben und Gomez absolvierten jeweils ein individuell abgestimmtes Trainingsprogramm. Lahm strampelte auf dem Fahrradergometer, Robben und Gomez drehten einige Laufrunden auf dem Trainingsgelände.

„Die Stimmung war schon etwas gedrückt“, berichtete Thomas Müller nach der ersten Übungseinheit der Woche. Viel Zeit zum Trauern bleibt aber nicht. „Das Gute ist, dass wir jetzt noch ein Riesenspiel vor der Brust haben, allein schon deswegen umschalten müssen“, so Müller, der mit dem Rest des Kaders nach dem Aufwärmen verschiedene Spielformen durchführten.

Mit dabei war auch Rückkehrer Daniel van Buyten, der am vergangenen Freitag nach über viermonatiger Verletzungspause sein Comeback beim FC Bayern II gegeben hatte. Nach der Einheit am Montag werden die FCB-Profis am Dienstag noch einen freien Tag einlegen, um „den Kopf frei zu kriegen“, wie Müller betonte. Ab Mittwoch dann geht es „voll Richtung Champions-League-Finale.“

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