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Saisonfinale, Teil 1

FCB tritt 'zu 100 Prozent seriös' in Köln an

Drei Spiele, drei Siege - mit diesem Ziel startet der FC Bayern am Samstagnachmittag in das Saisonfinale. Vor den Pokal-Endspielen gegen Dortmund (12. Mai) und Chelsea (19. Mai) will der deutsche Rekordmeister beim 1. FC Köln (15.30 Uhr, live im Ticker und im FCB.tv-Webradio) die Bundesligasaison „sauber zu Ende spielen“, wie Mario Gomez betonte. „Zu 100 Prozent seriös und mit aller Entschiedenheit“ werden die Bayern daher in der Domstadt antreten.

„Natürlich fahren wir nach Köln, um zu gewinnen“, unterstrich Gomez, „wir stehen auch in der Pflicht gegenüber anderen Mannschaften. Für andere geht es noch um viel, für Köln etwa um Leben und Tod.“ Keinesfalls wollen sich die Bayern im letzten Bundesligaspiel der Saison den Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung einhandeln - gerade in Köln, wo sich die Geißböcke ein Fernduell mit Hertha BSC um Relegationsplatz 16 liefern.

Mit einem Dreier gegen Bayern würden die seit acht Spielen sieglosen Kölner diesen 16. Rang auf jeden Fall verteidigen, ansonsten könnten die Berliner mit einem Heimsieg gegen Hoffenheim die Kölner auf Rang 17 verdrängen und sich selbst in die Relegation retten. „Für Köln geht es ums Überleben, dementsprechend wird die Mannschaft auftreten“, sagte David Alaba.

Podolski fraglich

Köln-Trainer Frank Schaefer gab als Motto für die Partie gegen den Rekordmeister aus: „Absolute Gier zeigen und nicht rumjammern!“ Seine Mannschaft solle sich an die letzte Saison erinnern, als sie das Heimspiel gegen den FCB nach 0:2-Rückstand noch mit 3:2 gewannen. „Das kann die Mannschaft, das hat sie gezeigt“, sagte Schaefer, der noch um Lukas Podolski bangt. Der Kölner Torjäger, der in der nächsten Saison das Trikot des FC Arsenal tragen wird, laboriert an Magen-Darm-Problemen. Erst am Spieltag werde sich sein Einsatz entscheiden, kündigte Schaefer an.

Beim FC Bayern fehlt in Köln Luiz Gustavo. Der Brasilianer blieb wegen Knieproblemen in München. In der Domstadt erwarte den FCB „ein sehr enges Spiel“, glaubt Gomez. Die Münchner, denen Platz zwei in der Tabelle sicher ist, wollen dagegenhalten, auch um mit einem Sieg in die dann folgenden Pokal-Endspiele zu starten. „Es ist ein Unterschied, ob man mit einem Sieg oder einer Niederlage in die Finals geht. Das haben wir beispielsweise in Bremen gesehen“, erinnerte Gomez an den 2:1-Erfolg an der Weser vor zwei Wochen, dem dann die historische Champions-League-Nacht in Madrid folgte.

Torjägerkanone und Defensivrekord

Der Kampf um die Torjägerkanone spielt für Gomez zum Bundesligafinale hingegen kaum eine Rolle. Mit einem Treffer Rückstand auf den führenden Schalker Klaas-Jan Huntelaar geht der FCB-TORero in den letzten Ligaspieltag. „Ich will natürlich treffen und das Spiel gewinnen. Dann schaun mer mal, was dabei rauskommt“, meinte Gomez. Sollte er seinen Torjägertitel nicht verteidigen können, sei das „wirklich kein Problem“, wie er sagte: „Wir haben viel größere Ziele als nur eine Kanone.“

Nebensache ist auch der Bundesliga-Defensivrekord (21 Gegentore), den die Bayern mit einem Zu-null-Spiel in Köln einstellen würden. „Das wäre eine schöne Sache“, meinte Holger Badstuber. „In erster Linie“ gehe es aber einfach darum, einen Sieg einzufahren - den ersten im dreiteiligen Saisonfinale des FC Bayern.

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