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Der Weg ins Finale

FCB und BVB im Gleichschritt nach Berlin

FC Bayern gegen Borussia Dortmund - Rekordmeister gegen Deutscher Meister: Ein hochklassigeres Finale um den DFB-Pokal als das Duell der aktuell beiden besten deutschen Mannschaften hätte es nur eine Woche nach dem Abschluss der Bundesligasaison wohl kaum geben können. Bereits zum fünften Mal treffen beide Teams im DFB-Pokal aufeinander, zum zweiten Mal nach 2008 im Endspiel. fcbayern.de blickt noch einmal zurück auf die Pokalsaison und zeigt auf, wie der FCB und der BVB das Finale im Berliner Olympiastadion erreicht haben.

Am 1. August trat der FC Bayern zum ersten Pflichtspiel unter seinem neuen Trainer Jupp Heynckes an. Beim Zweitliga-Aufsteiger Eintracht Braunschweig setzten sich die Münchner nach einer überzeugenden Leistung klar mit 3:0 (2:0) durch und zogen damit in die zweite Hauptrunde ein. Bereits zwei Tage zuvor hatte der BVB den Drittligisten SV Sandhausen in einer einseitigen mit dem gleichen Ergebnis bezwungen.

In der zweiten Runde kam es für beide Mannschaften zum Duell mit einem Zweitligisten. Der FCB empfing in der heimischen Allianz Arena den oberbayrischen Nachbarn FC Ingolstadt und ließ den Schanzern beim klaren 6:0 (1:0) keine Chance. Problemlos zog auch Dortmund in die nächste Runde ein. Die Westfalen bekamen es vor eigenem Publikum mit Dynamo Dresden zu tun und besiegten den Zweitliga-Neuling mit 2:0 (1:0).

Ab dem Achtelfinale mussten beide Finalteilnehmer ausschließlich auswärts antreten. Der FCB gastierte beim Zweitligisten VfL Bochum und sicherte sich erst durch einen Last-Minute-Treffer von Arjen Robben zum 2:1 (0:1) den Viertelfinaleinzug. Ähnlich mühsam gestaltete sich die Aufgabe für den BVB, der sich bei Fortuna Düsseldorf erst im Elfmeterschießen durchsetzte und in die Runde der letzten acht Mannschaften einzog.

Knifflige Aufgaben im Halbfinale

Deutlich einfacher taten sich beide Mannschaften dann im Viertelfinale. Die Heynckes-Elf fuhr im Südschlager beim VfB Stuttgart einen souveränen 2:0 (1:0)-Erfolg ein, die Dortmunder setzten sich beim letzten im Wettbewerb verbliebenen Viertligisten Holstein Kiel klar mit 4:0 (2:0) durch. Beide Teams trennte nun nur noch ein Sieg vom Finale im Berliner Olympiastadion.

In der Vorschlussrunde hatten sowohl der FCB als auch der BVB knifflige Aufgaben zu lösen. Die Bayern mussten beim Tabellendritten Borussia Mönchengladbach antreten, gegen den es in der Bundesliga zwei Niederlagen gab. Nach 120 torlosen Minuten musste das Glücksspiel Elfmeterschießen über Sieg oder Niederlage entscheiden, die Münchner hatten die besseren Nerven und gewannen 4:2. Nicht minder spannend ging es bei den Dortmundern zu, die sich erst in der letzten Minute der Verlängerung bei Zweitligaspitzenreiter SpVgg Greuther Fürth durchsetzten.

FCB gegen zwei Bundesligisten

So zogen letztlich beide Mannschaften fast im Gleichschritt ins Pokalfinale ein: Beide hatten die gleiche Anzahl und Reihenfolge an Heim- und Auswärtsspielen, beide siegten je einmal erst im Elfmeterschießen. Dortmund erzielte zehn Treffer und blieb ohne Gegentor, der FCB traf 13 Mal und musste nur einen Gegentreffer hinnehmen. Immerhin schaltete der Rekordpokalsieger zwei Bundesligisten aus, während der BVB ausschließlich unterklassige Gegner besiegte.

Spannung ist also garantiert für das insgesamt 69. Pokalendspiel. „Wir wollen natürlich diesen Pokal holen. Erstens weil es ein Finale ist, das man unbedingt gewinnen will, zweitens weil der Gegner Dortmund heißt. Auf neutralem Boden denke ich, dass die Chance 50:50 steht. Das Stadion ist auch 50:50 aufgeteilt, was die Fanlager betrifft. Wir haben einiges gut zu machen und wollen das Finale gewinnen“, sagte Abwehrspieler Holger Badstuber im Exklusiv-Interview mit fcbayern.de.

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