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Weiter Warten auf Schweinsteiger

Lahm spürt EM-Fieber: 'Wir sind heiß'

Auch am Mittwoch fehlte er beim Mannschaftstraining. Bastian Schweinsteiger trainierte erneut individuell, noch immer macht ihm ein Bluterguss in der Wade - erlitten im Champions-League-Finale vor elf Tagen - zu schaffen. Ob der Vizekapitän des FC Bayern und der deutschen Nationalmannschaft am Donnerstagabend bei der EM-Generalprobe gegen Israel (in Leipzig) auflaufen kann, sei „fraglich“, sagte DFB-Teammanager Oliver Bierhoff, der glaubt: „Es dürfte kein größeres Problem für die EM sein. Wir haben vollstes Vertrauen, dass es gehen wird, und rechnen für das erste Gruppenspiel mit ihm.“

Am 9. Juni startet das deutsche Team gegen Portugal in das EM-Turnier - Schweinsteiger wird bis dahin wohl kein einziges Testspiel bestritten haben. Immerhin ist er momentan der Einzige im 23-köpfigen DFB-Kader, den Verletzungsprobleme plagen. Nach dem finalen Test gegen Israel trainiert die Mannschaft am Freitag noch einmal in Leipzig, ehe die Spieler für ein paar Tage zu ihren Familien reisen. Am Montag bezieht das DFB-Team dann sein EM-Quartier in Danzig.

Schwierige Vorbereitung

Dann beginnt für Joachim Löw auch die entscheidende Phase seiner Vorbereitung. Die Woche in Polen sei „ganz, ganz wichtig“, betonte der Bundestrainer, der weiß, dass die Zeit bis zum EM-Start knapp wird. Erst am vergangenen Samstag waren die acht FCB-Profis, die noch das Champions-League-Endspiel bestritten hatten, zum Nationalteam gestoßen, das bereits am 11. Mai die Vorbereitung aufgenommen hatte. Seit Montag trainieren sie mit der Mannschaft.

„Optimal ist das nicht“, sagte Jérôme Boateng im DFB.tv-Interview über den verspäteten Einstieg der FCB-Nationalspieler in die EM-Vorbereitung. „Klar wäre es besser, wenn wir vielleicht noch eine Woche länger hätten mit der Mannschaft. Aber wir müssen es nehmen, wie es ist, und daraus das Beste machen. Ich denke, wir kriegen das hin.“ Lahm ist überzeugt: „Wir werden topvorbereitet ins Turnier gehen.“

Links oder rechts?

Auf welcher Position der DFB-Kapitän selbst bei der EM spielen wird, ist weiter offen. Löw kündigte bereits an, dass Lahm am Donnerstag gegen Israel als Linksverteidiger auflaufen wird. Beim FC Bayern hat Lahm zuletzt auf der rechten Abwehrseite geglänzt, zuvor aber auch lange Jahre auf links seine Qualitäten gezeigt. „Ich gehe mit dem Thema sehr locker um. Ich glaube, es ist ein großer Vorteil, dass ich auf beiden Seiten spielen kann“, meinte der 28-Jährige, „ich weiß, dass ich auf beiden Seiten absolutes Top-Niveau habe.“ Nächste Woche wird eine Entscheidung fallen.

Gegen Israel gehe es jetzt darum, mit einem Sieg und einer guten Leistung Selbstvertrauen für die EM zu tanken, meinte Lahm. Die Enttäuschung nach dem verlorenen Champions-League-Finale sei dem Kribbeln vor der EM gewichen, berichtete der FCB-Kapitän: „Wir haben große Ziele. Ich kann für alle Bayern sprechen: Wir sind heiß darauf, hier bei der Nationalmannschaft erfolgreich Fußball zu spielen.“

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