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Endlich im Finale

Ribéry freut sich über zweite Chance

Franck Ribéry ist in diesen Tagen ein willkommener Ratgeber. Nicht für Trainer Jupp Heynckes, bezüglich der Taktik für das bevorstehende Champions-League-Endspiel gegen den FC Chelsea. Sondern vielmehr für David Alaba, Luiz Gustavo und Holger Badstuber. Das Trio ist am Samstagabend beim Finale dahoam aufgrund von Sperren zum Zuschauen verdammt - so wie der Franzose vor zwei Jahren im Endspiel gegen Inter Mailand in Madrid.

„Natürlich versuche ich, ihnen etwas zu helfen. Es ist nicht einfach für diese Spieler, in so einem Spiel gesperrt zu sein“, erklärte der 29-Jährige am Donnerstag nach dem Training des Rekordmeisters in München. Vor allem mit Alaba, seinem Partner auf der linken Außenbahn, spreche er derzeit viel. „Ich habe ihm gesagt: Das ist schwer, aber du bist bei uns. Du hast viele Spiele gemacht. Natürlich ist es schade, dass du nicht spielen kannst im Finale. Aber wenn wir gewinnen, kannst du das vergessen.“

Ribéry weiß, wovon er spricht. 2010 in Madrid fehlte der Flügelflitzer aufgrund einer Roten Karte aus dem Halbfinale gegen Olympique Lyon. „Vor zwei Jahren, das war natürlich nicht gut für mich, da habe ich mich nicht gut gefühlt“, erinnerte sich Ribéry an seine Gemütslage. Er habe „oft an 2010 gedacht“, räumte er im Interview mit dem kicker ein. Umso glücklicher sei er nun, „dass ich mein Finale nachholen darf und eine zweite Chance bekomme. Mit dem Endspiel in München kann ich endlich Madrid abhaken.“

Er selbst habe nicht geglaubt, dass sich diese zweite Chance „so schnell“ bietet. „Mein Wunsch war es, in dieser Saison so weit wie möglich zu kommen, aber dass wir es schaffen würden, wirklich ins Finale einzuziehen, das hätte ich nicht gedacht. Das Endspiel in München, das ist unglaublich. Aber ich denke, dass wir es verdient haben und ich hoffe, dass wir alle zusammen ein großes Spiel gegen Chelsea bestreiten und diesen Pokal holen. Das wäre genial“, so Ribéry im kicker.

Historischer Sieg im letzten Finale?

Dann hätte er sich seinen großen „Traum“, den Gewinn des begehrten Henkeltopfs, erfüllt. „Ich bin jetzt 29 Jahre alt. Keine Ahnung, ob ich jemals wieder ein Finale spiele“, meinte Ribéry, der die Partie am Samstag in der heimischen Allianz Arena von der Bedeutung her auf eine Stufe mit dem WM-Finale 2006 gegen Italien in Berlin stellte. Ein Sieg in diesem Match wäre „historisch“ und dazu müsse man einfach „alles geben. Wir müssen kaputt sein nach dem Spiel.“

An eine mögliche Niederlage gegen die Blues will Ribéry „gar nicht denken“. Der französische Nationalspieler weiß aber, dass der englische FA-Cup-Gewinner „eine gute Mannschaft“ ist. Diese erwartet er ähnlich „defensiv und kompakt“ wie im Halbfinale gegen den FC Barcelona, auf Konter lauernd und mit „langen Bällen auf Drogba“ operierend. Umso wichtiger ist, dass Ribéry, der in dieser - seiner bislang besten - Saison im FCB-Trikot, schon 12 Tore und 20 Assists vorzuweisen hat, mit von der Partie ist.

Vorne auf voller Stärke

Das sieht auch Arjen Robben so: „Er ist ein ganz wichtiger Spieler für uns. Wichtig ist, dass wir wie eine Mannschaft funktionieren. Organisation, Leidenschaft, alles muss stimmen. Wenn das stimmt, können Spieler wie Franck, mit seinen individuellen Qualitäten, ein Spiel entscheiden“, erklärte der Niederländer. „Gut, dass Franck dabei ist. Jetzt sind wir vorne auf voller Stärke.“

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