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Finale gegen Schalke

Bayerns U19 greift nach dem Meistertitel

Die Stimmung ist gut, die Vorfreude groß und alle Spieler sind fit: Die Voraussetzungen für die U19 des FC Bayern auf den Gewinn der deutschen A-Junioren-Meisterschaft sind erfüllt, jetzt liegt es an den Jungs von Trainer Kurt Niedermayer, das Finale am Sonntag (11.00 Uhr) gegen den FC Schalke 04 erfolgreich zu gestalten. „Wir sind alle zuversichtlich, dass es klappen wird“, sagte Kapitän Fabian Hürzeler vor dem Endspiel im Stimberg-Stadion in Oer-Erkenschwick.

„Es wäre schön, unsere glänzende Saison jetzt noch mit einem Sieg abzurunden“, meinte Niedermayer, dessen Mannschaft sich mit sechs Punkten Vorsprung souverän den Titel in der Bundesliga-Staffel Süd/Südwest gesichert hat. Nur 24 Tore kassierte die U19 in 26 Ligaspielen, blieb 2012 in der Rückrunde ungeschlagen und holte 35 von 39 Punkten. Klar, dass nach dem Final-Einzug gegen Hertha BSC (3:1, 1:1) nun „das I-Tüpfelchen“ (Niedermayer) auf diese überaus erfolgreiche Spielzeit gesetzt werden soll.

Sechs Mal stand die U19 schon in einem A-Jugend-Endspiel, drei Mal (2001, 2002, 2004) konnte der Titel nach München geholt werden. Die anderen drei Mal mussten sich die Münchner geschlagen geben, zuletzt 2007 gegen Bayer Leverkusen. Ein Jahr zuvor unterlag der FCB mit 1:2 gegen Schalke, doch von einer Revanche bei der Neuauflage am Sonntag wollte Niedermayer nichts wissen. „Den Gedanken habe ich nicht. Es ist eine neue Herausforderung für uns“, sagte der 56-Jährige, der lediglich bedauerte, dass „das Endspiel nicht in München ist“.

So genießt der Staffelsieger aus dem Westen am Sonntag aufgrund der Finalrundenauslosung Heimrecht, was für die Schalker durchaus ein Vorteil sein kann. Doch Niedermayer sieht sein Team gut gerüstet gegen eine „kompakte Mannschaft“, die „ihre Stärken im Spiel nach vorne“ und in der Offensive „sehr torgefährliche“ Spieler aufzubieten hat. „Insgesamt hat Schalke eine sehr ausgeglichen besetzte Mannschaft“, erklärte Niedermayer.

Keinen Favoriten

Doch das Selbstvertrauen beim Nachwuchs des Rekordmeisters ist nach einer beeindruckenden zweiten Saisonhälfte groß genug, um sich „nicht so sehr nach dem Gegner zu richten“, wie Niedermayer erklärte. „Wir wollen unser Spiel durchdrücken, dann hat Schalke sich nach uns zu richten.“ Heißt: Wie schon in der ganzen Saison stabil in der Defensive stehen, sehr ballsicher im Mittelfeld agieren, „und vorne sind wir immer für ein Tor gut.“

Das sieht auch sein Kapitän so: „Wir sollten nur auf uns schauen und unser Spiel durchziehen“, meinte Hürzeler. Wichtig sei, gegen körperlich robustere Gelsenkirchener möglichst „wenige Standardsituationen zuzulassen“, betonte der defensive Mittelfeldspieler. Niedermayer erwartet jedenfalls ein „technisch und taktisch hochklassiges Spiel zweier Mannschaften, die über zahlreiche hervorragende Einzelspieler verfügen. Da gibt es keinen Favoriten.“

Letztes Spiel für Niedermeyer

Als großes Plus für sein Team wertet Niedermayer die Ausgeglichenheit: Wir haben nicht nur elf Spieler, sondern einen kompletten Kader, wo man jeden bedenkenlos einsetzen kann. Jeder ist wichtig, und jeder der reinkommt zeigt auch, dass er wichtig ist“, lobte der erfahrene Fußballlehrer seine Jungs.

Nun liegt es an ihnen, ihrem Trainer, der am Sonntag nach 12 Jahren sein letztes Spiel bestreiten wird, einen tollen Abschied zu bereiten. Hürzeler: „Der Titel ist vielleicht nicht so hoch einzustufen wie eine Meisterschaft der ersten Mannschaft, aber ich denke, dass sich Bayern München schon drüber freuen wird.“

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