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EM-Countdown

Neuer freut sich über Besuch der Kanzlerin

Wenn eine Fußballmannschaft beim Essen zusammensitzt, geht es für gewöhnlich recht locker zu. Die einen unterhalten sich über die letzte Trainingseinheit, die anderen über Privates. Am Mittwochabend dürfte im Speisesaal des DFB-Teamhotels in Danzig allerdings eine deutlich ruhigere Atmosphäre geherrscht haben. Denn: Bundeskanzlerin Angela Merkel stattete Philipp Lahm und Co. einen Besuch ab. Die Regierungschefin flog zum gemeinsamen Abendessen ein. „Sie wird eine kurze Ansprache halten“, hatte DFB-Teammanager Oliver Bierhoff am Mittag angekündigt.

„Ich habe bei meinem Besuch einen wunderbaren Mannschaftsgeist und viel Zusammenhalt unter den Spielern gespürt. Jetzt wünsche ich dem Team - wie viele Millionen Menschen in Deutschland - einfach Erfolg und das notwendige Quäntchen Glück“, sagte Merkel laut DFB beim Abendessen.

Regierungssprecher Steffen Seibert hatte zuvor in Berlin erklärt, der etwa zweistündige Besuch sei gedacht als Geste der Unterstützung für die Nationalmannschaft „vor einer vermutlich schwierigen Vorrunde“. Deutschland tritt in der EM-Gruppe B am kommenden Samstag gegen Portugal an. Die Niederlande (13. Juni) und Dänemark (17. Juni) sind die weiteren hochkarätigen Gegner.

Guter Turnierstart 'extrem wichtig'

„Ich freue mich über den Besuch der Kanzlerin“, sagte Manuel Neuer. Innenverteidiger Per Mertesacker sprach von einer „großen Ehre für die Mannschaft“ und einem „guten Omen“. Merkel hat die deutschen Nationalspieler schon häufiger besucht, so beispielsweise auch bei der WM 2010 zum Viertelfinale gegen Argentinien, das mit 4:0 gewonnen wurde.

Gegen die Portugiesen um Superstar Cristiano Ronaldo könnte es am Samstag deutlich enger werden. Ein Sieg soll jedoch auf alle Fälle her - egal wie. „Der Start ins Turnier ist extrem wichtig. Wir haben eine schwere Gruppe und mit einem Erfolg würde der Druck, den wir uns auch selbst machen, etwas abfallen“, weiß Bayerns und Deutschlands Nummer eins Neuer.

'Breiter aufgestellt als 2010'

Während im Team von Bundestrainer Joachim Löw der Konkurrenzkampf tobt, hat Neuer seinen Posten im Tor relativ sicher. „Für mich hat sich im Vergleich zum letzten Turnier in Südafrika einiges geändert“, erklärte Neuer am Mittwoch. Damals sei nicht klar gewesen, wer beim Turnier zwischen den Pfosten stehen werde. Nun sei das anders: „Jetzt übernehme ich auch viel mehr Verantwortung.“

Insgesamt sieht Neuer die DFB-Elf auf einem guten Weg. „Wir sind viel breiter aufgestellt als 2010“, berichtete er. Jede Position könne gleichwertig ersetzt werden, kaum einer habe einen Stammplatz sicher. „Diesen Konkurrenzkampf merkt man auch im Training“, so der Torhüter. Zudem sei das Team im Vergleich zu den letzten Turnieren „gereifter. Die Automatismen sind drin, wir kennen uns alle haargenau.“ Die EM kann kommen - genau wie der Besuch der Bundeskanzlerin.

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