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Münchner Co-Produktion

Schweinsteiger passt, Gomez trifft

Er trifft und trifft und trifft. Bayern-Torjäger Mario Gomez knüpft auch bei der EURO 2012 daran an, womit er in den vergangenen beiden Spielzeiten beim deutschen Rekordmeister begonnen hat: Tore schießen am laufenden Band. 80 Pflichtspieltreffer erzielte der 26-Jährige in den letzten zwei Jahren für den FCB, beim 2:1-Erfolg der DFB-Auswahl gegen die Niederlande am Mittwochabend schraubte er sein Torekonto im Nationalmannschaftstrikot dank seines vierten Doppelpacks auf 25.

Den großen Jubel konnte der TORero nach zwei Supertoren gegen Holland aber nicht genießen. „Ich habe mich extrem gefreut. Es war nur ein bisschen blöd, dass die beiden Tore auf der Seite der Holland-Fans waren“, berichtete Gomez. „Ich bin losgelaufen Richtung Kurve und hab gesehen, da ist alles nur orange“, erzählte der FCB-Profi - und provozieren wollte er die niederländischen Anhänger nicht. So drehte Gomez schnell um und feierte verhalten mit seinen Kollegen.

Zwei Weltklasse-Tore

Zwei Chancen, zwei Tore - besser geht es nicht. Dank seiner Turniertreffer zwei und drei benötigt die DFB-Auswahl aus dem letzten Gruppenspiel gegen Dänemark nur noch einen Punkt, um ins Viertelfinale einzuziehen. „Wir wissen, was wir an Mario haben. Das hat er wieder bewiesen mit zwei wirklichen Weltklasse-Toren“, meinte Kapitän Philipp Lahm und geriet ins Schwärmen: „Vor dem ersten nimmt er den Ball sensationell mit. Das zweite schießt auch nicht jeder von dem Winkel in den Winkel.“

Am Tag nach dem Spiel schwärmte auch die internationale Presse vom deutschen Matchwinner, der nach dem Schlusspfiff mit der Trophäe des Man of the Match ausgezeichnet wurde. „Deutschland hat in Mario Gomez den Stürmer, der den anderen Mannschaften fehlt. Gómez ist der Neuner der EM, der Neuner Europas“, urteilte das spanische Blatt As. Und das dänische Ekstra Bladet schrieb: „Nichts deutet darauf hin, dass Gomez bei diesem Turnier zum letzten Mal gejubelt hat.“

Perfekte Abstimmung

Profitiert hat Gomez am Mittwochabend im Glutofen von Charkov von der perfekten Abstimmung mit seinem erstarkten Vereinskollegen Bastian Schweinsteiger. Beide hatten vor der Holland-Partie auf dem Klubgelände von Metalist Charkov zusammen in einem Appartement gewohnt. „Da haben wir uns gut eingestimmt. Zwei Vorlagen von Basti. Das ist genau das, worauf ich immer lauere, dass die Bälle in die Schnittstellen gespielt werden“, lobte Gomez seinen Münchner Vereinskollegen.

Dieser gab das Kompliment umgehend zurück. „Wir haben das Gefühl, wenn wir den Ball nach vorne bringen, ist Mario da“, sagte Schweinsteiger und zeigte sich am Donnerstag noch immer beeindruckt von Gomez' technischem Kabinettstückchen vor dem 1:0: „Ich konnte mich nach dem ersten Tor gar nicht richtig freuen. Ich war schon geschockt über Mario, weil ich noch nie gesehen habe, dass er den Ball so mitgenommen hat. Wenn er solche Aktionen öfter hat, muss man aufpassen, dass er nicht nach Brasilien geht“, sagte der 27-Jährige schmunzelnd.

Noch Steigerungspotenzial

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