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Training ohne Schweinsteiger

'Top zufrieden', aber mit 'Steigerungspotential'

14 Pflichtspiele sind es mittlerweile schon, die die DFB-Elf in Folge gewonnen hat. Zehn in der Qualifikation, drei bei der EURO 2012. Und die Serie soll weiter ausgebaut werden, so dass am Ende die Zahl 17 und damit der erste große Titel seit 1996 für die deutsche Nationalmannschaft herausspringt. „Wir haben mit dem Erreichen des Viertelfinals erst ein Zwischenziel erreicht“, stellte Joachim Löw am Dienstag - drei Tage vor dem ersten K.o.-Spiel gegen Griechenland (Freitag, 20.45 Uhr in Danzig) - klar.

„Wir freuen uns aufs Viertelfinale und sind gut gerüstet“, ergänzte der Bundestrainer. Am Dienstagmorgen startete für das DFB-Team die Vorbereitung. Allerdings ohne Bastian Schweinsteiger, Mesut Özil und Lars Bender, die nicht auf dem Platz mit den Kollegen übten. „Bastian war nach dem Dänemark-Spiel etwas angeschlagen, sein Sprunggelenk ist gereizt“, begründete Löw die „reine Vorsichtsmaßnahme“. Auch Özil und Bender seien leicht lädiert, „alle drei werden aber normalerweise am Mittwoch wieder dabei sein“, so der Coach.

Müller: Bislang nur harte Brocken

Und so werden am kommenden Freitag gegen Griechenland wohl wieder zahlreiche Spieler des FC Bayern in der Startelf der deutschen Nationalmannschaft stehen. Manuel Neuer, Philipp Lahm, Holger Badstuber, Schweinsteiger, Thomas Müller und Mario Gomez durften bislang in allen drei Partien von Beginn an ran, Jérôme Boateng fehlte nur gegen die Dänen gelb-gesperrt. Toni Kroos kam zumindest stets als Joker zum Einsatz. Eine Bilanz, die sich mehr als sehen lassen kann!

Das sieht auch Rechtsaußen Müller so. „Bisher funktionieren wir Bayern ganz gut. Jeder leistet seinen Beitrag“, erklärte der Münchner im Gespräch mit dfb.tv. Aber nicht nur die Bayern, sondern das gesamte Team sei „top zufrieden“ mit den bisher gezeigten Leistungen. Dass noch keine „Galavorstellung“ dabei gewesen sei - wie bei der WM 2010 in Südafrika - begründete Müller mit den Gegnern. „Portugal, Niederlande, Dänemark - das waren harte Brocken.“

Badstuber zahlt Vertrauen zurück

Harte Brocken, gegen die die Abwehr des DFB nur zwei Gegentore und sonst kaum gegnerische Torchancen zuließ. Auch ein Verdienst von Müllers Bayern-Kollege Badstuber, der bereits in seinen jungen Jahren eine erstaunliche Ruhe und Souveränität ausstrahlt. „Ich versuche Sicherheit, Kontrolle und Kommandos von hinten zu geben“, erklärte Badstuber seine Aufgaben. Trainer Löw habe ihm in den vergangenen Monaten immer das Vertrauen geschenkt. „Das konnte ich anscheinend zurückzahlen, ich habe ein gutes Feedback erhalten.“

Gemeinsam mit dem Dortmunder Mats Hummels bildet Badstuber bei dieser EURO bislang die Innenverteidigung. Das Duo hatte zahlreiche Jugendmannschaften des FC Bayern durchlaufen, gemeinsam auf dem Platz standen sie aber fast nie. „Er ist ein Jahr älter und war meist eine Jahrgangsstufe über mir“, blickte Badstuber zurück. Dass beide auf der „Bayern-Schule“ das Fußballspielen erlernt haben, sei allerdings sicherlich kein Nachteil, vermutete der 23-Jährige. Badstuber gibt aber auch zu: „Auch wir haben, wie das gesamte Team, noch Steigerungspotential.“

Löw will von Halbfinale nichts wissen

Sollte Deutschland dieses gegen den Überraschungs-Viertelfinalisten Griechenland ausschöpfen können, dürfte dem Halbfinal-Einzug nichts im Wege stehen. Dann könnte es theoretisch zu einem Duell mit Italien, das sich am Montagabend als Zweiter der Gruppe C hinter Spanien qualifiziert hat, kommen. Doch davon will Bundestrainer Löw (noch) nichts wissen: „Die Italiener interessieren mich im Moment relativ wenig. Es zählt nur Griechenland. Was danach passiert, steht in den Sternen!“

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