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Regionalliga Bayern

FC Bayern II startet in die Saison

Endlich, das Warten hat ein Ende. Nach knapp fünf Wochen Vorbereitung startet die zweite Mannschaft des FC Bayern am Samstag in die neue Saison. Nach der Regionalliga-Reform in diesem Sommer setzt sich die 4. Liga nicht mehr aus drei, sondern aus fünf Staffeln zusammen, der FC Bayern II tritt somit künftig in der Regionalliga Bayern an. Mehmet Scholl, der neue Trainer der FCB-Reserve, freut sich bereits auf die anstehende Spielzeit, in der seine Elf von den anderen Trainern als Top-Favorit auf den ersten Platz ausgerufen wurde.

Doch der Europameister von 1996 will von dieser Favoritenrolle nichts wissen. Denn mit einem Altersdurchschnitt von nicht einmal 21 Jahren stellt der Rekordmeister eine der jüngsten Mannschaften in der vierthöchsten Spielklasse. Dennoch sieht Scholl der neuen Saison zuversichtlich und mit großer Vorfreude entgegen.

Großes fußballerisches Potenzial

„In der Vorbereitung lief sehr vieles sehr gut, aber man merkt in der täglichen Arbeit schon, dass es eine sehr junge Mannschaft ist. Da gibt es noch viel Verbesserungspotenzial, aber es ist großes fußballerisches Potenzial vorhanden“, sagte Scholl einen Tag vor dem Auftaktspiel seiner Elf gegen die Reserve des FC Augsburg. Austragungsort der Heimspiele des FC Bayern II ist in dieser Saison aufgrund der Umbauarbeiten im Grünwalder Stadion der Sportpark des Ligarivalen SV Heimstetten.

Das angesprochene Verbesserungspotenzial sieht Scholl vor allem durch den Übergang seiner Akteure aus dem Jugend- in den Erwachsenenfußball geschuldet. Seine Mannschaft sei im weiteren Sinne „eine A-Jugend gepaart mit drei älteren Spielern. Wir haben null Erfahrung im Herrenbereich“, erklärte der 41-Jährige, der daher sehr auf die Führungsqualitäten der drei Routiniers Altin Lala (36), Stefan Buck (31) und Tobias Schweinsteiger (30) setzt.

Routiniers sollen die Jungen führen

„Die drei haben schon viel erlebt in ihrer Karriere. Vor allem Altin Lala, er weiß, wie man Spiele gewinnt und wie es eben nicht geht. Daran können sich die Jungen orientieren. Sie können den Jungen genügend Halt geben, damit sie sich in Ruhe entwickeln können“, hob Scholl die Bedeutung des Trios hervor.

Denn, das weiß Scholl aus eigener Erfahrung als Spieler und als Trainer des FCB II vor drei Jahren, die Umstellung für seine jungen Spieler wird sehr groß. Als „Herrenfußball, wie man es sich wünscht“, bezeichnete er das, was sein Team in der Regionalliga erwartet. „Da geht es körperlich zur Sache, die Jungs werden gefordert. Sie werden körperlich an Grenzen stoßen. Da wird es darauf ankommen, ob sie es körperlich annehmen oder es spielerisch lösen wollen.“

Völlig anders als letzte Saison

Personell muss Scholl im ersten Heimspiel bereits etwas improvisieren. Mitchell Weiser und Emre Can (noch bis Mitte August bei den Profis) fehlen ebenso wie die verletzten bzw. angeschlagenen David Vrzogic, Sebastian Dreier, Dennis Chessa, Rico Strieder und Christian Derflinger. „Ansonsten sind wir in einer sehr guten Verfassung“, sagte Scholl, der sich bereits auf den Startelfeinsatz von Torhüter Lukas Raeder sowie der beiden Abwehrspieler Daniel Wein und Vladimir Rankovic festgelegt hat.

Über seine taktische Ausrichtung und die Spielweise seiner Mannschaft wollte sich Scholl dagegen nicht äußern. Allerdings kündigte er an: „Das wird völlig anders sein, als letzte Saison.“ Da belegte der FC Bayern II zum Abschluss den 14. Rang. Für den neuen Cheftrainer Mehmet Scholl, der seine neue Tätigkeit als „Riesenleidenschaft“ bezeichnete, wäre das zu wenig. „Auf absehbare Zeit sollten wir selbstverständlich wieder in die 3. Liga.“

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