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Rummenigge im Interview

'Haben wahnsinnig viele Freunde gewonnen'

Fünf Tage dauerte die China-Reise des FC Bayern im Rahmen der Saisonvorbereitung. Und der Terminplan des Rekordmeisters im Reich der Mitte war mehr als vollgepackt: Vier Trainingseinheiten, zwei Testspiele in Peking und Guangzhou, dazwischen zahlreiche Aktivitäten für die Partner des FCB in China und natürlich Bustransfers und Flugreisen.

Alles in allem auch eine stressige Angelegenheit, die die Mannschaft aber „sehr professionell angenommen hat“, wie Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge im Exklusiv-Interview mit fcbayern.de erklärte. Rummenigge sprach von einer „sehr erfolgreichen Reise“ aus Sicht des FCB, der in China „wahnsinnig viele Freunde“ gewonnen hat.

Das Interview mit Karl-Heinz Rummenigge:

fcbayern.de: Herr Rummenigge, der FC Bayern war fünf Tage zu Gast in China. Welche Eindrücke hat der Verein in diesem Land hinterlassen?
Rummenigge: „Man kann ohne Übertreibung sagen, dass es eine sehr erfolgreiche Reise war. Wir haben hier wahnsinnig viel Freunde gewinnen können, haben ein wunderbares Spiel in Peking gehabt und jetzt noch ein tolles Spiel in Guangzhou. Für uns war das eine ganz wichtige Reise, weil wir damit mehrere Ziele verfolgen wollten.“

fcbayern.de: Der Enthusiasmus war vielleicht noch größer in China als bei vergangenen Asien-Reisen. Haben Sie damit gerechnet?
Rummenigge: „Der FC Bayern ist in Asien glücklicherweise ein sehr bekannter Klub, das macht uns auch ein Stück stolz. Umso wichtiger ist es, dass man in diesem Land auch regelmäßig präsent ist. Es ist das größte Land der Welt und hat eine unglaubliche wirtschaftliche Potenz, wenn man sich die Wachstumszahlen anschaut. Und ich glaube, dass es dem FC Bayern auch gut zu Gesicht steht, wenn wir versuchen, den chinesischen Fußball ein bisschen zu unterstützen.“

fcbayern.de: In Zeiten der Globalisierung ist die international Präsenz enorm wichtig. Gibt es Pläne, das auszubauen?
Rummenigge: „Alle unsere Konkurrenten aus Europa, die in der Champions League eine wichtige Rolle spielen, kommen regelmäßig nach China. Im nächsten Jahr wird der spanische Supercup in China gespielt, auch der italienische. Es ist wichtig, dass gerade der FC Bayern hier eine Präsenz hat. Wir müssen den Markt hier sehr ernst nehmen, weil es ein extrem wichtiger Markt ist. Die Region verspricht in den nächsten Jahren Wachstum und da sollte der FC Bayern versuchen, dabei zu sein.“

fcbayern.de: Was haben Sie für einen Eindruck von der Mannschaft? Wie hat sie die Reise aufgenommen?
Rummenigge: „Ich möchte mich sehr herzlich bei der Mannschaft, dem Trainer und auch bei Matthias Sammer bedanken. Sie haben diesen Stress, der ohne Zweifel da ist, sehr professionell angenommen. Die langen Flugreisen, die Temperaturen und die hohe Luftfeuchtigkeit. Das ist etwas, was ich ganz toll fand, dass nicht gemurrt und gemeckert wurde.“

fcbayern.de: Hatten Sie auch Gelegenheit, ein bisschen von Land und Leute zu sehen?
Rummenigge: „Wir haben unglaublich viele Termine wahrgenommen, weil wir das auch nutzen wollten, wenn man schon vor Ort ist. Ich habe nicht so viel gesehen. Uli Hoeneß war in der verbotenen Stadt und an der chinesischen Mauer. Er hat ein bisschen Kultur aus diesem wahnsinnig interessanten Land mit nach Deutschland nehmen können.“

Das Interview führte: Herbert Steffe

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