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Zu Gast an der Uni

Heynckes bittet Dante und Co. zum Laktattest

Die Studenten an der Sportfakultät der Technischen Universität München staunten nicht schlecht. Der FC Bayern? Auf unserer Tartanbahn? Was machen die denn hier? Sie hatten richtig gesehen. Jupp Heynckes bat seinen Kader am Mittwochvormittag zu einer etwas anderen Trainingseinheit: Ein Laktattest unter der Leitung des Sportwissenschaftlers Doktor Peter Spitzenpfeil stand auf dem Programm. Der Schweiß tropfte, das Herz raste. Kurzum: Mit Ausnahme von Claudio Pizarro (muskuläre Probleme) zogen alle Mann voll mit! „Ich war sehr angetan von den Laufleistungen der Spieler“, erklärte Heynckes.

Um kurz vor 9 Uhr startete die erste Gruppe. Mit dabei: Die Neuzugänge Dante und Mitchell Weiser sowie Jung-Profi Emre Can. Dazu wurden die Laktatwerte und Herzfrequenzen von sieben hoffnungsvollen Talenten, die bereits beim Trainingsstart am Dienstag den Kader aufgefüllt hatten, gemessen.

Gegen 9.45 Uhr traf dann Gruppe 2 auf dem Gelände der TU ein. Die Studenten durften sich nun über Daniel van Buyten, David Alaba, Diego Contento, Luiz Gustavo, Rafinha und die drei Neu-Verpflichtungen Xherdan Shaqiri, Tom Starke und Lukas Raeder freuen. Die Protagonisten bekamen von den wissenschaftlichen Mitarbeitern der Abteilung für angewandte Sportwissenschaft Brustgurte angelegt, dazu wurden Pulsuhren verteilt. Dann ging’s los!

Jeweils fünf Minuten dauerten die Ausdauerläufe. Die Belastung wurde Stück für Stück gesteigert. Begonnen wurde mit einem lockeren Tempo von 8 km/h, die letzten Runden absolvierten die Profis beinahe im Sprint (18 km/h). Nach jeder Belastungsstufe entnahmen die Mitarbeiter Shaqiri und Co. Blut aus dem Ohr, um die Laktatkonzentration zu ermitteln. Zudem wurde die Herzfrequenz gemessen. „Durch diesen Test bekommen wir Werte, die für die individuelle Trainingssteuerung sehr wichtig sind“, berichtete Co-Trainer Peter Hermann gegenüber fcbayern.de.

David Alaba zog nach der schweißtreibenden Einheit ein kleines Fazit: „Wir haben es alle gut durchgezogen.“ Talent Weiser, der schon in den Jugendauswahlteams des DFB regelmäßig Laktattests absolviert hatte, gab zu: „Es gibt schönere Einheiten. Aber das gehört dazu.“ Und auch Keeper Starke - Neuzugang aus Hoffenheim - kämpfte sich tapfer durch. Sichtlich erschöpfte sagte er anschließend: „Das ist sicher nicht meine Lieblingsdisziplin. Aber in dieser Phase geht es nicht um Spaß. Der kommt dann später.“

Genauer gesagt kehrte der bereits kurz nach der Quälerei wieder zurück: Torhüter-Talent Lukas Raeder, der gemeinsam mit Starke im Auto zur Universität gefahren war, hatte gerade auf der Abschlussrunde die letzten Körner aus sich herausgeholt und schnappte nass geschwitzt nach Luft. Da scherzte Starke: „Lukas, wie siehst du denn aus? So nehme ich dich nicht wieder mit zurück!“