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Arrivederci Trentino

Mit müden Beinen zurück nach München

Sechs Tage, acht Trainingseinheiten und zwei Testspiele - mit der Partie gegen den SSC Neapel (2:3) endete am Freitagabend das Trainingslager des FC Bayern im Trentino. Mit müden Beinen kehrte die Mannschaft kurz vor Mitternacht nach München zurück. Auch die knappe Niederlage zum Abschluss trübte den positiven Gesamteindruck nicht. „Die Spieler haben sehr, sehr gut gearbeitet, auch bei Hitze. Die Einstellung war absolut top“, sagte Chefcoach Jupp Heynckes.

„Wir konnten unser Programm durchziehen“, war auch Matthias Sammer sehr zufrieden, „das Trainerteam hat klare Vorgaben erteilt, wir haben individualisiert gearbeitet. Das hat mir gut gefallen.“ Der neue Sportvorstand des FC Bayern absolvierte sein erstes Trainingslager mit dem Rekordmeister und lobte die Bedingungen in Riva del Garda sowie in Arco, wo alle Einheiten und Spiele stattfanden. „Wir haben ein super Hotel, super Essen, einen super Trainingsplatz und unsere Ruhe.“

Traumhaft gelegen am Nordufer des Gardasees, umgeben von imposanten Felswänden und malerischen Weinbergen tankten die Bayern bei Temperaturen bis zu 35 Grad Kondition und Kraft. Zwei Einheiten fanden sogar ohne Ball statt. Heynckes ließ aber auch viel taktisch arbeiten. Das „Umkehrspiel“ war ein Schwerpunkt, erzählte er: „Dass man bei Ballverlust sofort den Schalter umlegt, in die Positionen läuft und den Gegner unter Druck setzt.“

„Das Trainingslager ist perfekt, die Organisation klasse. Man kann sich nur wohlfühlen - wenn das Training nicht wäre“, meinte Tom Starke. Diego Contento berichtete: „Es tut schon weh - aber deswegen heißt es Vorbereitung.“ Ein Sonderlob erhielten die sieben Spieler aus dem Amateur- und Nachwuchsbereich, die mit ins Trentino gereist waren. „Sie waren sehr motiviert und haben gut mitgemacht - das war auch gut für uns“, sagte Daniel van Buyten. Heynckes lobte ihr Auftreten als „fantastisch“.

Neuzugänge 'charakterlich super'

Eindruck machten aber auch die sechs Neuzugänge Mario Mandzukic, Claudio Pizarro, Xherdan Shaqiri, Tom Starke, Mitchell Weiser und Lukas Raeder, die die sechs Tage im Trainingslager auf und außerhalb des Platzes zur Integration nutzten. „Charakterlich und fußballerisch sind sie super“, berichtete Contento.

Einziger Wermutstropfen im Trentino war das Verletzungspech. Zuerst erwischte es Chefcoach Heynckes, der sich in seinem Elan und seiner Energie durch einen Muskelfaserriss aber nicht bremsen ließ. Dann musste David Vrzogic, der beim 11:0 gegen die Trention-Auswahl einen Sehnenriss im Ellbogen erlitt, die Heimreise antreten. Im abschließenden Test gegen Neapel verletzte sich dann auch noch David Alaba (Ermüdungsbruch im linken Fuß) und Rafinha (Bänderriss im Sprunggelenk).

Gute Tage im Trentino

Dennoch: Es waren wieder einmal gute Tage im Trentino. Training und Stimmung konnten besser nicht sein. Und auch das 2:3 gegen Neapel war kein Dämpfer. „Heute mussten die Spieler schon beißen und das haben sie gemacht. Deswegen war das sehr positiv“, meinte Heynckes, „es ist besser, wenn man richtig gefordert wird. Das bringt uns weiter.“

Weiter geht es übrigens schon am Sonntagabend, wenn die Mannschaft - dann auch mit den deutschen Nationalspielern sowie Franck Ribéry - nach China aufbricht. Arrivederci Trentino! Ni hao China!

Für fcbayern.de in Riva del Garda: Nikolaus Heindl

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