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'Sehr, sehr, sehr glücklich'

Neu-Bayer Dante hat Hunger nach Titeln

Die Frage musste ja kommen. Die nach den Haaren. Dante zupft sich am Hinterkopf, zieht eine lockige Strähne glatt. Nicht zu kurz, nicht zu lang, genau richtig sei die Länge, meint er. „Nur vorne habe ich ein bisschen abgeschnitten.“ Um freie Sicht zu haben. Und das, was er in seinen ersten zweieinhalb Tagen beim FC Bayern gesehen hat, gefällt ihm. „Ich bin total begeistert. Es könnte nicht besser sein“, sagt der Lockenkopf, „ich bin sehr, sehr, sehr glücklich.“

Der FC Bayern ist für Dante Bonfim Costa Santos, wie der Brasilianer mit vollem Namen heißt, nicht die erste Station in Europa. In Lille, Charleroi, Lüttich und Mönchengladbach hat er schon gespielt. Der FC Bayern, da ist er sich jetzt schon sicher, sei aber „mein bester Wechsel“. Beim Rekordmeister will der 28-Jährige seine Karriere krönen. „Kollektiv zu denken und alles zu geben“, das hat er sich vorgenommen, „um Titel zu gewinnen.“

Die belgische Meisterschaft (2008) ist Dantes bislang größter Erfolg. Das soll sich diese Saison ändern, das muss sich sogar ändern, betont er: „In München sind zwei Jahre ohne Titel das Limit. Drei Jahre ohne Titel sind unmöglich.“ Er wolle „helfen“ bei der Titeljagd. „Mein Ziel ist es, eine Topleistung zu bringen, jeden Tag hart zu arbeiten.“

Dante spricht mit leiser Stimme, an der Säbener Straße hat er aber innerhalb kürzester Zeit schon einen starken Eindruck hinterlassen. „Er ist ein sehr guter Profi, das habe ich schon am ersten Tag an vielen Kleinigkeiten gesehen“, berichtete Jupp Heynckes, „das ist einer, der Hunger hat.“

Auf Augenhöhe mit Badstuber

Das hat der ehemalige Gladbacher auch in den zurückliegenden drei Bundesliga-Spielzeiten bewiesen. 65 Prozent seiner Zweikämpfe gewann er in dieser Zeit, damit liegt er auf Augenhöhe mit Holger Badstuber (64 Prozent) und dem Dortmunder Mats Hummels (65 Prozent). In der letzten Saison hatte er die meisten Ballkontakte aller Innenverteidiger in der Liga (2.644), Badstuber folgt auf Platz zwei (2.552).

Über den Konkurrenzkampf verliert der 28-Jährige nicht viele Worte. „Bayern München hat schon drei sehr gute Innenverteidiger“, weiß er. Und: „Bei einem großen Verein wie Bayern München müssen alle 20, 25 Spieler immer bereit sein.“ Dante will Leistung sprechen lassen und nicht nur mit seiner Lockenpracht Akzente setzen.

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