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Heynckes' beschließt:

Ohne Schweinsteiger und Lahm nach China

Ohne Bastian Schweinsteiger und Philipp Lahm wird der FC Bayern am Sonntagabend nach China aufbrechen. Die beiden Kapitäne des deutschen Rekordmeisters werden stattdessen ein intensives Aufbauprogramm an der Säbener Straße in München bestreiten und nach der Rückkehr aus China (27. Juli) zur Mannschaft stoßen. Das kündigte Chefcoach Jupp Heynckes am Freitag im Trainingslager im Trentino an.

„Diese Entscheidung hat während der Europameisterschaft bei mir Form angenommen“, berichtete Heynckes. Er habe Schweinsteigers Auftritte im Nationaltrikot „sehr ausgiebig und aufmerksam beobachtet. Ich kenne Bastian sehr gut. Man kann Vieles ableiten aus den Bewegungen, aus den Gesten, aus der Mimik. Ich habe dann die Schlüsse daraus gezogen.“

Schweinsteiger, den in der vergangenen Saison erst ein Schlüsselbeinbruch und dann ein Bänderriss im Sprunggelenk ausgebremst hatten, hatte während der EM weiter über Schmerzen geklagt. „Er hat immer wieder Probleme mit einem Nerv gehabt“, erklärte Heynckes. Die Verletzungen hingegen seien „ausgeheilt, vergessen“.

Mehrere Telefonate hat Heynckes in den vergangenen Wochen, als Schweinsteiger im Urlaub war, mit seinem Vizekapitän geführt, zuletzt vor zwei Tagen. „Er fühlt sich gut“, berichtete der Bayern-Trainer“, „ich habe ihm gesagt, er soll mal Nutella und Müsli essen und sich stärken für die nächsten Wochen.“

Am Sonntag wird Schweinsteiger zusammen mit den restlichen EM-Rückkehrern zum Laktattest antreten. Auf Grundlage der Ergebnisse wird ein individuelles Trainingsprogramm für ihn erstellt. Grundlagenausdauer, Intervallläufe, Stabilisation, Mobilisation und Gymnastik werden auf seinem Plan stehen, erklärte Heynckes.

Auch Philipp Lahm wird einen solchen Plan erhalten. „Er hat in den letzten Jahren alle Spiele mitgemacht, er hat immer gepowert“, sagte Heynckes, „aus rein sportlichem Gesichtspunkt ist es besser, dass er nach der EM ein Aufbautraining macht und, genauso wie Bastian Schweinsteiger, zur Mannschaft stößt, wenn wir aus China zurück sind.“

Für fcbayern.de in Riva del Garda: Nikolaus Heindl

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