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'Alles ist abgehakt'

Robben voller 'Lust' auf die Saison

Er feuerte seine Mitspieler an, er forderte immer wieder den Ball, er erklärte den U19-Spielern in seiner Mannschaft die Lauf- und Passwege - nein, es war nicht zu übersehen: Gleich in seiner ersten Trainingseinheit nach dem Urlaub war Arjen Robben wieder mit Feuereifer dabei. „Ich hatte einen schönen Urlaub, fast vier Wochen. Das war wichtig“, sagte der Holländer im Trainingslager im Trentino, „vor allem in der letzten Woche habe ich gemerkt, dass ich mich richtig erholt habe. Ich bin jetzt frisch und habe Lust auf die neue Saison.“

Das ist dem 28-Jährigen bei der Arbeit anzusehen, auch wenn er es bei seiner zweiten Trainingseinheit ruhiger angehen ließ. Zusammen mit dem rekonvaleszenten Claudio Pizarro absolvierte er am Montagvormittag abseits der Mannschaft ein spezielles Stabilisations- und Kräftigungsprogramm. Der Turbodribbler kennt seinen Körper und weiß, dass ihm das gut tut. „Es war eine gute Einheit zum Aufbauen.“

Für das mentale Aufbauprogramm nach den Enttäuschungen der letzten Saison - drei verpasste Titel mit Bayern sowie das Vorrunden-Aus bei der Europameisterschaft mit den Niederlanden - war im Urlaub gesorgt. „Ich war schön weg von allem, hatte eine richtig schöne Zeit mit meiner Familie. Die Kinder haben mich genug abgelenkt“, berichtete Robben.

Natürlich sei die letzte Saison „richtig enttäuschend“ gewesen. „Wir haben einfach nicht die Titel geholt, die man sich gewünscht hat.“ Doch der Außenstürmer richtet seinen Blick nach vorne. „Alles ist abgehakt. Man kann auch nicht mehr zurück, man kann nichts mehr ändern. Ich bin ganz froh, dass wir wieder bei null beginnen können. Die Motivation wird vielleicht noch höher sein.“

Für den Schuss Extra-Motivation, die vielleicht entscheidenden Prozente im Titelkampf will auch Matthias Sammer sorgen. Der neue Sportvorstand des FC Bayern wies im Trentino aber darauf hin: „Ich kann keine Tore schießen oder verhindern. Die neue Saison wird geprägt von unseren Spielern und nicht von mir.“ Robben sieht dies genauso. Die Spieler seien hauptverantwortlich für Erfolg oder Misserfolg, er betonte: „Herr Sammer steht nicht auf dem Platz.“ Dort greift Robben wieder an.

Für fcbayern.de in Riva del Garda: Nikolaus Heindl