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'Shaq' & 'Pizza'

Zwei zwischen Stabilisation und Spektakel

Sie wälzten sich von der einen Seite zur anderen. Hin und her. Und wieder zurück. Am Montagmittag in Riva del Garda ließ Xherdan Shaqiri die Muskeln spielen. Mehr als faustdickgroß sind seine Waden, spielerisch drückte er sie beim Pressegespräch an die Sofakante. Mal quollen sie links, mal rechts hinter seinem Schienbein hervor. „Ich bin von Natur aus so“, meinte der liebevoll Kraftwürfel getaufte Schweizer und versicherte: „Ich war nicht jeden Tag im Kraftraum.“

Zwei Wochen ist Shaqiri nun beim FC Bayern. Die Integration sei ihm „bis jetzt sehr gut gelungen“, meinte der 1,69 Meter große Dribbler, der einst eine Lehre als Herrenausstatter („Mode interessiert mich.“) begonnen hat. Sein fußballerisches Können führte schließlich aber zu einer ganz anderen Laufbahn.

„Ich bin ein Spieler, der etwas riskiert und aus der Intuition heraus Fußball spielt. Ich mag Spektakel“, beschrieb sich Shaqiri selbst. Er sei flexibel in der Offensive einsetzbar, erzählte er. In der Mitte und auf dem Flügel, als Torvorbereiter und als Schütze. Konkurrenzkampf? Den nimmt er an. „Wer gut mitmacht und gut trainiert, wird spielen.“

Später lauschte Shaq aufmerksam, was Claudio Pizarro zum Thema Konkurrenz zu sagen hat. Dem Peruaner ist bewusst, dass Mario Gomez die Pole Position im Rennen um den Stammplatz im Sturm inne hat. „Mario hat eine super Saison gespielt. Er ist hier Stammspieler“, sagte Pizza, der anders als Shaqiri zurzeit auf dem Trainingsplatz noch nicht die Muskeln spielen lassen kann.

Fehlhaltung muss korrigiert werden

Dabei hat Pizarro seine muskulären Probleme im Oberschenkel inzwischen überwunden. „Das ist vorbei“, berichtete er. Es gibt aber noch ein anderes Problem. „Ich habe lange mit Schmerzen gespielt“, erzählt er. Die Folge: eine Fehlhaltung, die nun erst einmal korrigiert werden muss, ehe er voll belastbar ist. Jeden Tag absolviert der 33-Jährige daher Übungen zu Stabilisation und Kräftigung. Am Montagvormittag beispielsweise mit Deuserband, Bleiweste und verschiedenen Gewichten.

Auch in den nächsten Wochen werde er individuell trainieren, immer wieder aber auch am Mannschaftstraining teilnehmen, berichtete Pizarro, der sich derzeit „noch nicht“ bei 80 Prozent sieht. „Eine gute Vorbereitung ist wichtig für mich, damit ich das ganze Jahr gut spielen kann“, weiß der Stürmer, der am Saisonende unbedingt seine Armmuskulatur einsetzen will: „Für mich ist es sehr wichtig, am Ende die Schale hochzuhalten.“

Für fcbayern.de in Riva del Garda: Nikolaus Heindl