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Bayerns erster Gegner

Das ist Aufsteiger Greuther Fürth

Gespannt blickten Fans und Verantwortliche Ende Juni nach Frankfurt. Auf wen würde der FC Bayern am ersten Spieltag treffen? Die Partien wurden verkündet, nach rund 15 Minuten blieben nur noch zwei Teams übrig: Der FCB und Greuther Fürth. Als dann bekannt wurde, dass die Franken ihre erste Bundesliga-Saison der Geschichte vor heimischen Publikum austragen würden, kannte die Freude beim Aufsteiger keine Grenzen mehr. „15 Jahre haben wir für diesen Tag gearbeitet“, erklärte Präsident Helmut Hack. fcbayern.de stellt den ersten Bundesliga-Gegner des FC Bayern in der Saison 2012/13 vor.

Historie:
Am 23. September 1903 wurde die SpVgg Fürth gegründet - damals noch gekoppelt an den Turnverein Fürth 1860. Aufgrund der geringen Unterstützung durch den Hauptverein entschied man sich, die Fußballabteilung auf eigene Beine zu stellen. Und der fränkische Klub boomte in der Anfangszeit: 1914 war die SpVgg Fürth mit mehr als 3.000 Mitgliedern der größte deutsche Sportverein. Zudem feierte die SpVgg 1914, 1926 und 1929 seine bislang einzigen deutschen Meistertitel. In dieser Zeit stellte der Verein auch einen Großteil der deutschen Nationalmannschaft.

Nach dem Zweiten Weltkrieg lief es nicht mehr rund: Bis 1963 spielte der Verein in der Oberliga Süd, die Qualifikation für die neu gegründete Bundesliga misslang. Es folgten finanzielle Probleme, die dazu führten, dass sich am 1. Juli 1996 die Fußballabteilung des TSV Vestenbergsgreuth der SpVgg Fürth anschloss - es entstand die SpVgg Greuther Fürth. Seit 1997 spielte Fürth ununterbrochen in der 2. Bundesliga - bis vergangenen Sommer.

Rückblick Saison 2011/12:
Erstmals in der Vereinsgeschichte gelang der SpVgg Greuther Fürth der Aufstieg in die Bundesliga. Von Beginn setzten sich die Franken im oberen Bereich der Zweitliga-Tabelle fest. Nach der unglücklichen Auftaktniederlage (2:3) gegen den späteren Mitaufsteiger Eintracht Frankfurt folgten sechs Siege in Serie. Zur Winterpause rangierte das Team von Trainer Mike Büskens auf Platz drei. In der Rückrunde blieb Fürth konstant, vor allem zuhause trumpfte man groß auf (14 Siege in 17 Heimspielen). Durch ein 2:1 gegen St. Pauli machte die SpVgg den Aufstieg perfekt. 25.000 Fans feierten ihre Helden anschließend in der Stadt.

Wer kam, wer ging?
Trainer Büskens setzt auch in dieser Saison vorwiegend auf junge Talente. Bitter: 17-Tore-Mann Olivier Occean wechselte zu Mitaufsteiger Frankfurt. Die Neuzugänge Djiby Fall (KSV Lokeren) und der derzeit Verletzte Kameruner Franck Ohandza (Buriram United) sollen die Lücke im Sturm gemeinsam mit Gerald Asamoah und Christopher Nöthe schließen - keine leichte Aufgabe. Zudem verstärken Zoltan Stieber (Mainz), Lasse Sobiech (Dortmund) und Thanos Petsos (Leverkusen) den Aufsteiger. Für den Flügel wurde der Däne Tobias Mikkelsen (FC Nordsjaelland) verpflichtet.

Stadion:
Die Trolli ARENA (alter Ronhof) wurde im Sommer ausgebaut: 18.000 Zuschauer finden nun Platz, da die Südtribüne des Stadions erst ab- und dann größer, steiler und mit Dach wieder aufgebaut wurde. Gerade rechtzeitig zum Bundesliga-Knaller gegen die Bayern ist das Stadion fertig geworden. Die Partie am Samstag ist natürlich ausverkauft - so viele Zuschauer waren seit Ende der 70er Jahre nicht mehr im Ronhof. Weitere Änderungen: Die Geschäftsstelle zog in einen Container-Neubau, um Platz für Logen zu schaffen. Ein Teeladen wurde ausquartiert, um einen größeren Raum für die Pressekonferenzen zur Verfügung zu haben.

Die Generalprobe:
Das erste Pflichtspiel dieser Saison verlief ernüchternd: Fürth schied im DFB-Pokal bei Drittligist Kickers Offenbach mit 0:2 aus. Allerdings kassierte das Büskens-Team einen strittigen Handelfmeter sowie zwei Platzverweise. Aber vorsicht: Fürth ist seit 14 Ligaspielen unbesiegt, die letzte Niederlage setzte es Anfang Februar in Dresden (1:3).

Voraussichtliche Aufstellung:
Grün - Nehrig, Kleine, Mavraj, Schmidtgal - Fürstner, Petsos - Sararer, Tyrala, Mikkelsen (Stieber) - Fall

Nicht dabei sind die Verletzten Robert Zillner und Kevin Kraus (beide Aufbautraining nach Kreuzbandriss). Zudem fehlt Neuzugang Ohandza (Aufbautraining nach Wadenbeinbruch).

Das sagen die Verantwortlichen:
Präsident Helmut Hack: „Wir freuen uns. Wir haben 15 Jahre für diesen Tag, für die Bundesliga gearbeitet. Das war unser großer Wunsch, unser Traum. Wir werden sicherlich nicht ängstlich sein. Es gibt in der Bundesliga Kleine, Große und ganz Große. Wir sind der Winzling, der Kleinste der Bundesliga. Der Größte ist der FC Bayern.“

Trainer Mike Büskens: „Wir haben eine historische Partie vor uns. Das erste Bundesligaspiel der Vereinshistorie gegen den deutschen Rekordmeister, das ist schon etwas ganz Besonderes für diesen Klub, für diese Stadt. Man hat immer eine Chance - und wir wollen hier was mitnehmen. Allerdings müssen wir uns wesentlich bissiger präsentieren als im DFB-Pokal.

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