präsentiert von
Menü
Finanzen, Mitglieder, Stadion

Drei Jahrzehnte Wachstum mit Hopfner

Das Finale des Landesmeistercups hatte der FC Bayern gerade verloren (0:1 gegen Aston Villa), die Bundesliga auf Rang vier abgeschlossen, aber zumindest den DFB-Pokal gewonnen (Turban-Dieter Hoeneß und das 4:2 gegen Nürnberg). Gespielt wurde im Olympiastadion. Paul Breitner hatte gerade seine Karriere beendet, dafür waren Sören Lerby und Trainer Udo Lattek neu in München - und natürlich er: Karl Hopfner. Im Juli 1983 trat er seinen Dienst als Geschäftsführer an der Säbener Straße an.

Anlässlich des 60. Geburtstages des heutigen stellvertretenden FCB-Vorstandsvorsitzenden blickt fcbayern.de auf die Entwicklung, die der deutsche Rekordmeister seitdem gemacht hat. Um es kurz zu machen: Sie ist in allen Bereichen atemberaubend. „Es hat Spaß gemacht, das alles aufzubauen“, sagt Hopfner. In den letzten drei Jahrzehnten war er maßgeblich am Aufstieg des FC Bayern beteiligt.

Finanzen:
Zwölf Millionen Euro betrug der Umsatz, als Hopfner 1983 zum damals verschuldeten FC Bayern kam. Ein Jahr später war der Verein schuldenfrei - dank Hopfners erstem großen Transfer: Karl-Heinz Rummenigge wechselte für die damalige deutsche Rekordsumme von 10,5 Millionen Mark (rund 6 Millionen Euro) zu Inter Mailand. Von da an ging es immer weiter bergauf. Die Bilanz war unter Hopfner immer positiv.

Im Geschäftsjahr 1997/98 knackte der Umsatz des FC Bayern erstmals die 100-Millionen-Euro-Marke (100,47 Millionen Euro), acht Jahre später (2005/06) erklomm er die 200-Millionen-Marke (204,7 Millionen Euro), ein Jahr später (2007/08) die 300-Millionen-Marke (328,5 Millionen Euro). Den bisherigen Rekordumsatz präsentierte Hopfner auf der vorletzten Jahreshauptversammlung im November 2010: Für das Geschäftsjahr 2009/10 wurde ein Umsatz in Höhe von 350,2 Millionen Euro verbucht.

Mitarbeiter/Mitglieder/Fanclubs:
„Es waren zwölf Mitarbeiter da“, erinnert sich Hopfner an seine Anfangszeit beim FC Bayern. Mittlerweile hat der deutsche Rekordmeister über 450 Mitarbeiter, denen Hopfner übrigens immer noch persönlich zum Geburtstag gratuliert.

Auch die Zahl der Mitglieder bzw. Fanclubs hat ganz andere Dimensionen erreicht als vor 20, 30 Jahren. 1993 zählte der FC Bayern 24.000 Mitglieder und 720 Fanclubs, heute ist der deutsche Rekordmeister hinter Benfica Lissabon (224.000 Mitglieder) der mitgliederstärkste Fußballverein der Welt (185.000) und zählt rund 3.200 Fanclubs.

Zuschauer/Stadion:
Durchschnittlich knapp 31.000 Zuschauer besuchten in Hopfners erstem Jahr die Heimspiele des FC Bayern im Olympiastadion - ein Schnitt, der im Laufe der 90er Jahre auf über 50.000 anwuchs. In der Spitze waren es 1995/96 etwas mehr als 59.000 Zuschauer, in der letzten Olympiastadion-Saison (2004/05) kamen rund 53.000 Fans zu den FCB-Heimspielen.

Mit der Eröffnung der Allianz Arena, deren Bau die mit Abstand höchste Investition in Hopfners Amtszeit war (340 Millionen Euro), verzeichnete der FC Bayern einen deutlichen Sprung in der Zuschauerstatistik. Seitdem ist das Stadion mit 69.000 bzw. bei internationalen Spielen 66.000 Besuchern so gut wie immer ausverkauft.

Säbener Straße:
Nicht nur ein eigenes Stadion hat sich der FC Bayern seit 1983 „geleistet“. Auch auf dem Vereinsgelände an der Säbener Straße hat sich einiges verändert. Bei Hopfners Antritt 1983 bestand die Geschäftsstelle aus einem Erdgeschoss und einem Stockwerk darüber. 1990 entstanden das Profihaus sowie das Jugend-Appartementhaus, 1994 wurde die Geschäftsstelle um eine Etage aufgestockt.

Nächster großer Entwicklungsschritt: der Neubau des knapp 100 Meter langen, dreistöckigen ServiceCenters mit Tiefgarage, das im Juni 2008 eröffnet wurde. Bauarbeiten gab es 2008 auch im Profihaus, das umfangreich modernisiert und als Leistungszentrum den Lizenzspielern seitdem optimale Bedingungen bietet.

Erweiterungen erfuhren im Laufe der Jahre auch die Trainingsanlagen immer wieder. Heute stehen den Profis exklusiv zwei mit Rasenheizung ausgestattete Trainingsplätze zur Verfügung. Insgesamt reihen sich an der Säbener Straße fünf Rasen- und zwei Kunstrasenplätze aneinander. Darüber hinaus gibt es eine Mehrzweckturnhalle sowie eine Beachvolleyball-Anlage.

Weitere Inhalte