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'Nicht überbewerten'

FCB nach Supercup auf einem guten Weg

Noch sind es knapp zwei Wochen bis zum Start in die neue Bundesliga-Saison, doch der erste Konfetti-Regen prasselte am Sonntagabend bereits in der Münchner Allianz Arena nieder. Nach dem 2:1 (2:0)-Erfolg im Finale um den DFL Supercup gegen Meister Borussia Dortmund geht die erste Trophäe der neuen Spielzeit an den FC Bayern, der sich damit zum vierten Mal nach 1987, 1990 und 2010 den Supercup-Titel sicherte.

„Natürlich sind wir zufrieden, dass wir diesen Titel gewonnen haben“, sagte Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge im Anschluss an die Partie. Nach zuletzt fünf Niederlagen in Folge gegen den BVB „tut das der bayerischen Seele gut, dass wir jetzt mal wieder gewonnen haben“. Auf der anderen Seite, betonte Rummenigge im Hinblick auf die bevorstehende Spielzeit, „sollten wir das jetzt nicht überbewerten.“

Denn auch wenn sich beide Mannschaften den 69.000 Zuschauern im Stadion bereits „in guter Frühform“ (Rummenigge) präsentierten, so war die Partie zwischen dem Rekordmeister und Dortmund „ein Spiel in der Vorbereitung. Es war eine Standortbestimmung“, stellte Bayern-Trainer Jupp Heynckes klar. Vor dem Start in die 50. Bundesliga-Saison hätten beide Teams „noch Luft nach oben“. Für den FCB sei es „psychologisch natürlich gut, dass wir heute gewonnen haben“.

Vor allem in der ersten Halbzeit waren die Bayern die bessere Mannschaft. „Da haben wir sehr gut gespielt, sehr geordnet, mit großer Disziplin“, lobte Heynckes seine Elf, die durch einen Doppelschlag von Neuzugang Mario Mandzukic (6. Minute), der in seinem ersten Pflichtspiel für den FC Bayern gleich seinen ersten Treffer erzielte, und Thomas Müller (11.) schnell in Führung ging. „Die frühen Tore haben uns beflügelt“, sagte Heynckes.

Auch in der Folgezeit zeigte seine Mannschaft „in der Vorwärtsbewegung tolle Szenen“, auf der Gegenseite ließ sie die gefährliche Dortmunder Offensive kaum zur Entfaltung kommen. „Vor allem defensiv haben wir sehr, sehr gut gearbeitet und nichts zugelassen“, zeigte sich auch Kapitän Philipp Lahm „sehr zufrieden“ mit dem ersten Durchgang. „Das war eine gute Leistung von allen Spielern. Wenn wir über 90 Minuten die Ordnung halten, dann sieht es sehr, sehr gut aus.“

Gegen einen sich deutlich steigernden BVB ging diese Ordnung in der zweiten Halbzeit mehr und mehr verloren, „da hatten wir zu viele Ballverluste, dadurch kam Dortmund besser ins Spiel“, analysierte Lahm. Mehr als der Anschlusstreffer durch Robert Lewandowski (75.) sprang für die Westfalen jedoch nicht heraus. „Beide Mannschaften stecken noch in der Vorbereitung. Dass da noch nicht alles funktionieren kann, ist ganz normal“, wusste auch Lahm den knappen Sieg richtig einzuordnen.

Auf einem guten Weg

„Ich glaube, wir sind auf einem guten Weg“, zeigte sich Arjen Robben sehr zuversichtlich und sprach von einem „guten Zeichen“ für die bevorstehende Spielzeit. „Jetzt haben wir den ersten Titel und hoffentlich gibt es noch mehr diese Saison.“ Debüt-Torschütze Mandzukic ergänzte: „Ich bin zu Bayern gekommen, weil es Spaß macht, um Titel zu spielen - und jetzt ist schon einer da. Jetzt müssen wir weitermachen. Die besten Titel kommen noch.“

„Wir brauchen uns nicht auf die Schulter klopfen“, dämpfte Rummenigge kurz vor Mitternacht ein wenig die Euphorie. Bayerns Vorstandsvorsitzender weiß nur zu genau, dass der Gewinn des Supercups wenig Aussagekraft für den Verlauf der Meisterschaft hat. Aus diesem Grund merkte er an: „Jetzt ist es wichtig, dass wir die nächsten zwei Wochen noch gut arbeiten, damit wir dementsprechend gut in die Bundesliga starten. Das wird schwer genug.“

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