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Franz Gerber im Interview

'Für Regensburg ist es das Spiel der Jahre'

Er ist gebürtiger Münchner, er spielte in der Jugend des FC Bayern, und er wurde 1972 sogar Deutscher Meister mit den Roten. Die Rede ist von Franz Gerber. Der heute 58-Jährige ist seit zweieinhalb Jahren Geschäftsführer und Sportlicher Leister des SSV Jahn Regensburg, dem Erstrundengegner des FC Bayern im DFB-Pokal am kommenden Montag (20.30 Uhr). Unter seiner Leitung gelang den Oberpfälzern in der vergangenen Saison der Aufstieg in die 2. Liga, in der sie nach zwei Partien mit einem Sieg und einer Niederlage auf Platz acht rangieren. Vor dem Pokalspiel nahm sich Gerber Zeit, um mit fcbayern.de über das „absolute Highlight“ zu sprechen.

Das Interview mit Franz Gerber:

fcbayern.de Herr Gerber, nur noch wenige Tage bis zum „großen“ Spiel gegen den FC Bayern. Wie groß ist die Vorfreude?
Franz Gerber: „Natürlich sehr groß. Der FC Bayern ist der Name im deutschen Fußball und ein absoluter Topklub.“

fcbayern.de Wie war Ihre erste Reaktion nach der Auslosung? Hätten Sie sich lieber einen anderen Gegner für die erste Runde gewünscht?
Gerber: „Lieber wäre mir ein schlechter Zweitligist gewesen.“

fcbayern.de Konnten Sie denn alle Kartenanfragen für das Spiel erfüllen? Einige Fans sollen sogar vor der Geschäftsstelle campiert haben!
Gerber: „Das stimmt. Nicht nur einige, sondern eine ganze Menge. Wir hätten mindestens das Dreifache an Tickets verkaufen können.“

fcbayernde Als Zweitligaaufsteiger herrscht momentan ohnehin eine Euphorie in Regensburg, wird diese durch das bevorstehende Pokalspiel noch verstärkt?
Gerber: „Ja, auf jeden Fall.“

fcbayern.de Welche Bedeutung hat das Spiel auch in finanzieller Hinsicht für den Verein?
Gerber: „Die finanzielle Bedeutung hat sich nur durch die direkte Übertragung verändert. Bei jeder anderen Partie gegen einen größeren Klub wäre unser Stadion mit 12.500 Zuschauern auch ausverkauft gewesen. Natürlich ist der Nachteil jetzt für uns, dass die Wahrscheinlichkeit, auszuscheiden, größer ist.“

fcbayern.de Es stand kurzzeitig ein Umzug nach Nürnberg im Raum, warum ist es letztlich nicht dazu gekommen?
Gerber: „Wir haben uns dazu entschlossen, in Regensburg zu bleiben, weil es für die Stadt das Spiel der Jahre ist und ein absolutes Highlight. Dieses Erlebnis wollten wir den Fans und der Region nicht wegnehmen, vor allem auch nicht, weil mit Sicherheit auch in 20 Jahren noch über diesen Pokalkracher gesprochen wird.“

fcbayern.de Letztes Jahr gab’s ein 1:3 gegen Borussia Mönchengladbach. Wären Sie mit dem gleichen Ergebnis auch gegen Bayern zufrieden?
Gerber: „Wenn wir uns am Montag so gut verkaufen wie letzten Jahr gegen Gladbach, ja.“

fcbayern.de Sie haben in der Jugend für den FC Bayern gespielt und gehörten 1971/72 zum Profikader, der am Ende Deutscher Meister wurde. Welche Erinnerungen haben Sie an diese Zeit?
Gerber: „Das war natürlich eine sehr schöne Zeit. Vorzeitig einen Profivertrag zu bekommen, Deutscher Meister zu werden und mit Größen wie Hoeneß, Beckenbauer, Breitner und Müller zu spielen war etwas Besonderes und schon toll.“

Das Interview führte: Carsten Zimmermann

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