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'Ich brenne darauf, dass es losgeht'

Martínez zwischen Integration und Spieldrang

Er ist da, er scharrt mit den Hufen, doch ob Javier Martínez am Sonntag beim Bundesligaspiel gegen den VfB Stuttgart auch tatsächlich zum Einsatz kommen wird, ist noch offen. „Im Moment ist nicht wichtig, ob er am Sonntag im Aufgebot ist oder ob er ein paar Minuten spielt“, sagte Jupp Heynckes am Donnerstag bei der offiziellen Vorstellung des am Vortag verpflichteten Spaniers. „Wichtig ist, dass er bei uns alles kennen lernt und Fuß fasst.“

Viel sei in den letzten Tagen und Wochen auf Martínez eingestürzt, meinte der FCB-Chefcoach angesichts des „sehr komplizierten“ (Rummenigge) Transfers, der sich über Wochen hingezogen hatte. Zudem steckten dem 23-Jährige eine strapaziöse Saison mit Athletic Bilbao, die Europameisterschaft und die Olympischen Spiele in den Knochen. „Es ist klar, dass er erst mal zur Ruhe kommen und peu à peu integriert werden muss.“

„Ich habe 60 Spiele bestritten, hatte nur zehn oder elf Tage Ferien“, erzählte Martínez, der sich aber dennoch „recht frisch und munter“ fühlt und sein Debüt im FCB-Trikot natürlich kaum erwarten kann. „Ich brenne darauf, dass es losgeht“, sagte der Defensivspieler, „ich verspüre eine unglaubliche Lust, das Spielfeld zu betreten und mich für den FC Bayern einzusetzen. Ich möchte trainieren, möchte spielen. Ich will so schnell wie möglich zum Erfolg der Mannschaft beitragen.“

Wann dies sein wird, entscheidet Jupp Heynckes, der es am liebsten sähe, wenn Martínez nicht für die anstehenden Länderspiele nominiert würde und stattdessen in der kommenden Woche in München trainieren könnte. Er werde daher das Gespräch mit Spaniens Nationalcoach Vicente del Bosque suchen, kündigte der FCB-Chefcoach an. „Es ist ganz wichtig, dass der Integrationsprozess bei uns forciert wird.“

Insgesamt zog Heynckes nach der Verpflichtung von Martínez ein zufriedenes Fazit: „Der Spielerkader ist genau richtig. Wir haben sehr gut eingekauft, in allen Mannschaftsteilen. Das ist notwendig, wenn man auf allen Hochzeiten tanzen will.“ Dass sich dadurch der Kampf um die Stammplätze zuspitzt, bewertet der Bayern-Trainer „sehr positiv. Der Konkurrenzkampf ist befruchtend für die Mannschaft und den Erfolg.“

Auch Martínez muss sich dem Kampf um die Stammplätze stellen. Das weiß der Welt- und Europameister und kann es kaum erwarten, auf dem Trainingsplatz zu stehen. „Ich werde mir meinen Platz in der ersten Elf erkämpfen müssen“, sagte er im Interview bei FCB News, „es kann losgehen.“

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