präsentiert von
Menü
1. Training mit der Mannschaft

Neuer: 'Super, dass Martínez da ist!'

Seine ersten Tage in München hat er sich sicherlich anders vorgestellt. Donnerstag: Javi Martínez trainiert erstmals im Trikot des FC Bayern - bei strömendem Regen. Freitag: Javi Martínez lernt seine neuen Teamkollegen kennen, absolviert seine erste Einheit mit der Mannschaft - richtig, bei strömendem Regen. Die Temperaturen in München: Herbstlich kalt. Der Wettergott bereitete dem spanischen Welt- und Europameister keinen besonders herzlichen Empfang in der bayerischen Landeshauptstadt - im Gegensatz zu Philipp Lahm, Manuel Neuer und Co..

„Ich habe einiges von ihm gesehen in der Vergangenheit und finde, dass er ein sehr guter Fußballer ist“, lobte Kapitän Lahm den 23-Jährigen. Torhüter Neuer erklärte: „Super, dass er da ist.“ Trainer Jupp Heynckes stellte der Mannschaft den Neuzugang von Athletic Bilbao vor der Übungseinheit am Freitag vor. „Dann geht man raus und spielt Fußball. Er hat sich eingefügt“, berichtete Lahm. Nach den ersten Eindrücken „hat Martínez sicherlich eine große Qualität“.

Im ersten Trainingsspiel im Bayern-Outfit musste der Spanier allerdings gleich eine Niederlage einstecken, berichtete Torhüter Neuer mit einem Augenzwinkern. Martínez habe sich dennoch voll „reingehauen und viele Kopfballduelle gewonnen“. Sein Fazit: „Er war sehr gut, ist noch sehr jung und hat eine große Karriere vor sich.“ Auch Lahm ist davon überzeugt, „dass er uns weiterhelfen wird“.

Fest steht allerdings: Martínez hat mit seinem Wechsel zum FC Bayern eine andere Welt betreten. Rund 1.600 Kilometer von seiner Heimat entfernt muss der Baske erst einmal „Fuß fassen“ (Heynckes). Neuer, der im vergangenen Sommer aus Schalke zum FCB wechselte, weiß: „Ich habe damals auch ein paar Wochen gebraucht.“ Es sei klar, dass „ganz viel auf ihn einprasselt. Ein neuer Verein, ein Wechsel ins Ausland. Er braucht Zeit, bis er richtig ankommt.“

'Auf die Bremse treten'

Neuer selbst habe es vor einem Jahr viel einfacher gehabt, da er den meisten Bayern-Spielern bereits bei der Nationalmannschaft im Vorfeld begegnet war. Martínez hingegen kennt seine neuen Mitspieler zum Großteil nur aus dem Fernsehen. Und so müsse man „auf die Bremse treten“, forderte Neuer. Martínez‘ Vertrag sei schließlich nicht nur für eine Saison, sondern langfristig angelegt.

Der Integrationsprozess könnte beim Mittelfeldspieler allerdings relativ schnell voranschreiten. Denn: Martínez, der am Freitag nach dem Training mit dem neuen FCB-Klubanzug von s.Oliver ausgestattet wurde, präsentiert sich in seinen ersten Tagen beim Rekordmeister offen und kommunikationsfreudig. „Er geht auf Leute zu. Es ist ein gutes Zeichen, dass er lernen will“, berichtete Neuer.

Kommunikation durch Körpersprache

Gute Voraussetzungen. Denn Heynckes plant mit seinem Neuzugang, der am Sonntag gegen Stuttgart wohl noch nicht zur Startelf gehören wird, in Zukunft wohl auf der Sechs - einer Schlüssel-Position, „auf der er viel sprechen muss“, weiß Neuer. Dies müsse nicht unbedingt in Deutsch sein, glaubt Bayerns Nummer eins: „Javi kann das auch durch seine Körpersprache oder Tempowechsel bzw. Ruhe machen.“

Die Erwartungen an Martínez sind groß. Nun muss der junge Spanier jedoch erst einmal ankommen - beim FC Bayern und im derzeit verregneten München.

Weitere Inhalte